2384 Euro zu Gunsten des Schwerter Hospiz beim Rock-Benefiz auf der Heide

Schwerte. Die Halle der Gaststätte „Auf der Heide“ war voll – und der Spendenkasten für die Hospizinitiative füllte sich stetig: Das Benefizkonzert „Harter Rock für einen guten Zweck“ am Samstagabend kann sicherlich als großer Erfolg bezeichnet werden.

Das Konzept ging auf. Harter Rock in der ehemaligen Schützenhalle auf der Heide, sanftere Töne im Gastraum. Von Nebelschwaden umhüllt rockten drei Bands aus Schwerte und Umgebung die Schützenhalle. Los ging’s um kurz vor 20 Uhr mit dem ersten Auftritt des Schwerter Singer-Songwriter Olli Heinze. Mit schönen Harmonien, Melodien und abwechslungsreichen Texten präsentierte er einen Querschnitt seiner Musik, seinen „Deutsch-Folk-Rock’n Ruhr“, wie er das bezeichnet was er seit Jahren erfolgreich macht. Leider hatte er etwas Probleme gegen das Stimmengewirr der Menschen anzukommen.

Olli Heinze hatte es etwas schwer gegen das Stimmengewirr im rappelvollen Gastraum seine schönen Lieder zu Gehör zu bringen. Foto: Christel R. Radix

Dann nahm die Sauerländer Band „D-Zug“ volle Fahrt in der Halle auf. Gitarrist und Sänger Sandor Szabo, musikalischer Kopf der Band, zog alle Register und fetzte mit seinen Solis durch die Menge. Die extrovertierte Liveperformance der dreiköpfigen Band, mit Denis Stangenberg am Bass und Stefan Schneider am Schlagzeug, nahm die Leute auf eine Deutsch-Punk-Party mit.

Buntes Musikspektrum begeisterte

Noch mehr Fahrt nahm „D-Zug“ auf, als sich Robin Stone alias Reinhard Schnelle mit Gitarre und seiner „Reibeisenstimme“ zu der Band gesellte. Stark umjubelten die Zuhörer Deutschlands Rod Stewart, der einige Rock-Klassiker zu Gehör brachte – die Menge tobte.

Robin Stone alias Reinhard Schnelle brachte den Saal zum Toben. Foto: Christel R. Radix

Etwas spezieller wurde es mit dem Auftritt der Band Zen Trip um den Schwerter Bernd Krüger, voc, guit. Mit seinen Mitstreitern Stefan Peddinghaus, bass, und Stephan Makrutzki, drum, entführte Krüger das Publikum in den 1970er Rock. Erinnerungen an Jimi Hendrix, Black Sabbath und Pink Floyd wurden wach. Die drei Vollblutmusiker nahmen die tosende Menge mit ihrer psychedelisch geprägten Musik und tollen Bühnenshow auf einen nostalgischen Trip mit.

Zen Trip hat sich vor zwei Jahren gegründet. „Wir sind viel unterwegs und haben 30 Konzerte in zwei Jahren gespielt“, erzählte der sympathische Frontman Bernd Krüger, der den Musikstil der Band in die Neo-Hippie Musikszene einordnet. Bernd Krüger war es auch, der vor zwei Jahren das erste Benefiz-Konzert zu Gunsten der Hospiz-Initiative ins Leben gerufen hatte. In der Musikkneipe „Im Reiche des Wassers“, die seit geraumer Zeit Geschichte ist, kamen immerhin mehr als 1000 Euro für das Hospiz zusammen.

2384 Euro für das Hospiz

Musikalisch ging es weiter mit der Schwerter Deutsch-Rock-Band Zone II. Mit Songs aus ihrer 30-jährigen Musikgeschichte im Gepäck, mal Ballade, mal harter Rock, rissen sie das begeisterte Publikum in ihren Bann. Bis nach Mitternacht gab es in der Halle mächtig was auf die Ohren, zwischen den Umbaupausen unterhielt Olli Heinze das Publikum im Gastraum. Es war eine Mischung die sich sehen und hören lassen konnte.

Gabi Bernhardt (li.) und Wibke Deese von der Hospiz-Initiative und Bernd Krüger: Foto: Christel R. Radix

Gabi Bernhardt von der Hospiz-Initiative stand den ganzen Abend über an der Kasse. 288 Besucher zahlten nicht nur den Mindesteintritt von 5 Euro, sondern legten noch was drauf. So zeigte der Kassensturz insgesamt eine Summe von 2384 Euro zu Gunsten des Hospiz. „Es war klasse“, resümierte Gabi Bernhardt. „Viele sind gekommen um die Bands zu hören und viele um das Hospiz zu unterstützen.“ Der jüngste Besucher war acht Jahre alt und der älteste zählte 80 Jahre, wusste sie zu berichten. „Ich möchte mich bei den Künstlern, die ohne Gage gespielt haben und bei den Pächtern des Schützenheims Schwerter Heide, bekannt als Ensemble Studio 7, Christoph Falke, Ana Patricia Marioli und Simon von Oppeln-Bronikowski, die die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt haben, herzlich bedanken.“

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