3:2 über Bochum, acht Punkte aus drei Spielen: Der VVS ist im Prozess

Pia Mohr zeigte ein gutes Spiel.

Schwerte. Der VV Schwerte ist in der Volleyball-Oberliga der Damen endlich da angekommen, wo man ihn auch am Saisonende gerne sehen würde: auf Platz 5. Am Samstag gab es einen 3:2 (-21,12,-20,9,14) über den VfL Telstar Bochum. Dafür gab’s zwei Punkte, und mit ihnen hat der VVS aus den letzten drei Spielen acht Punkte geholt – die Frage nach dem Klassenerhalt stellt sich vorerst nicht mehr. Und wer weiß, vielleicht kann der VVS ja seinen Auftakterfolg gegen den SC Hennen wiederholen, wenn am kommenden Sonntag beide Mannschaften ihre Klingen kreuzen (17 Uhr Alfred-Berg-Sporthalle).


Alles im Prozess

Es ist also alles im Prozess, wie es Trainer Knut Poweilleit im Blickwinkel-Interview gesagt hatte. Trotzdem: Die Schwerterinnen sind am Samstag mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn der Sieg hing im Tiebreak am seidenden Faden. Doch dann, beim 14:14, trat die junge Pia Mohr zum Aufschlag an und setzte damit gleich zweimal die Bochumerinnen so unter Druck, dass sie keine Angriffe mehr aufbauen konnten. 16:14 im Entscheidungssatz – die Frage, ob der VV Schwerte nicht auch deutlicher hätte gewinnen können, stellte sich nicht mehr. Eine Antwort geben wir trotzdem: Ja, er hätte deutlicher gewinnen können.

Zwischendurch gab’s immer wieder mal Volleyball verkehrt – wie hier bei Magdalena Stolz.

Drei Aufschlagserien

Denn in den Sätzen zwei und vier spielten die Gastgeberinnen ihren Gegner an die Wand. Grundlagen für diese Erfolge waren sensationelle Aufschlagsserien von Magdalena Stolz. Ihr erste führte zum 6:0 im zweiten Satz – der Grundstein zum überaus deutlichen und durchaus gekonnten 25:12. Warum die Schwerterinnen dann den dritten Satz förmlich verdaddelten, wird ein Geheimnis bleiben. Irgendwie schaffte es die Mannschaft nicht, ihre Angriffe druckvoll genug abzuschließen.

Starke Pia Mohr

Magdalena die Zweite gab’s dann im vierten Satz. Sieben Punkte machten die Schwerterinnen in der Aufschlagserie der Spielführerin. Sie legte später im Satz noch eine zweite Serie hin, Schwerte gewann 25:9 – war’s das? Nein, denn die Mannschaft konnte nicht an diese starke Vorstellung anknüpfen, aber sie gab sich nicht geschlagen. Pia Mohr besorgte den Rest; sie passt gut in die Mannschaft, die den privat bedingten Ausfall von Lisa Schulte-Schmale manchmal recht, manchmal schlecht kompensieren konnte.

VVS: Lea Hagemeister, Magdalena Stolz, Felina Bönninger, Lisa Menke, Janina Mester, Kira Schäfer, Alina Westerhoff, Jennifer Fornol, Steffi Herkelmann, Pia Mohr

Bernis Blickwinkel: Der 5. Platz des VV Schwerte ist noch kein Ruhekissen

 

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