Antonin Dvořáks Requiem kommt in den Freischütz

Schwerte. Das Requiem von Antonin Dvořák steht am 18. November (Samstag, 19 Uhr, Freischütz, Hörder Straße 131) auf dem Programm der Konzertgesellschaft. Der Chor der Konzertgesellschaft Schwerte führt zusammen mit dem Oratorienchor Kamen und der Neuen Philharmonie Westfalen und namhaften Solisten zum diesjährigen Volkstrauertag dieses Requiem auf – eine der großen und sehr anrührenden Totenmessen der Musikgeschichte. Die Gesamtleitung hat Franz-Leo Matzerath.

Das Requiem ist neben Stabat Mater und dem Te Deum eines der bekanntesten und am meisten geschätzten symphonischen Vokalwerke von Antonín Dvořák. Der Komponist aus Böhmen komponierte das Requiem im Jahre 1890 für das Musikfestival in Birmingham und leitete die Uraufführung dort 1891 selbst. Dem Requiem legte Dvořák den traditionellen lateinischen Messetext zugrunde und gliederte das 90-minütige Werk in zwei Teile, auf die er die traditionellen neun Abschnitte der lateinischen Messe mit dreizehn Nummern aufgeteilt hat.

Reichtum an Ideen und Formen

Charakteristisch für das Werk ist die Übereinstimmung von Textinhalt und musikalischem Ausdruck. Sie gibt dem Werk seinen Reichtum an musikalischen Ideen und Formen. Sie zeigt aber auch Dvořáks tiefreligiöse Einstellung. Die Geschlossenheit des musikalischen Ablaufs in der Vielfalt der dreizehn Teile sichert der Komponist durch die Verwendung eines Mottos, das sich durch das ganze Werk zieht. Dieses Motiv leitet nicht nur das Requiem bei den Streichern ein, sondern beschließt es letztlich auch in den letzten Takten im Orchester-Unisono.

Große musikalische Herausforderung

Sowohl für die vier Solisten (Hiltrud Kuhlmann im Sopran, Michaela Unsinn im Mezzosopran, Stephan Boving im Tenor und Markus Volpert im Bass) als auch gerade für den Chor stellt dieses Requiem, das vom Anfang an eher für den Konzertsaal als für die Messe komponiert war, eine große musikalische Herausforderung dar. „Mit der langen Beschäftigung mit diesem Meisterwerk gelingen dem Chor der Konzertgesellschaft und dem Orchester eine hervorragende Interpretation und sehr einfühlsame Wiedergabe dieses großartigen Werkes“, ist Dr. Ulrike Pfau-Tiefuhr aus dem Vorstand der Konzertgesellschaft überzeugt.

Hinzuweisen ist wieder darauf, dass gerade diese großen Aufführungen mit Solisten, Chor und Orchester nur möglich sind, weil dieses Konzert das sog. „Stiftungskonzert“ ist: Der weitsichtigen und großzügigen Förderung ihres Stifters Karl-Günter Röhrscheidt verdankt die Konzertgesellschaft die finanzielle Möglichkeit, jährlich ein großes symphonisches Chorkonzert im Freischützsaal mit seiner exzellenten Akustik aufführen zu können. So ist auch dieses Konzert wieder nur mit Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Chormusik in Schwerte möglich geworden.

Karten:

VVK 16 €, Abendkasse 18 €, unter

tickets@kgs-schwerte.de und bei den bekannten VVK Stellen

  • Ruhrtal-Buchhandlung, Hüsingstr. 20
  • Reisestudio Schwerte, Mährstr. 18
  • Schreibwarten Krieter, Letmather Str. 116a
  • Zeitschriften Hollatz, Holzener Weg 38
Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor