Das nasskalte Wetter trübte die Einkaufsstimmung

Schwerte. „Ich wundere mich, dass trotz der Witterungsverhältnisse so viele Menschen heute gekommen sind. Es verteilt sich gut durch die Stadt“, resümierte Peter Rienhöfer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, der gut beschirmt seinen Rundgang am verkaufsoffenen Sonntag vom Postplatz bis zum Markplatz machte.

Ungemütlich war es. Schirm und Regenkleidung war bei den durch die Innenstadt bummelnden Besucherinnen und Besucher angesagt. Die Schwerter Werbegemeinschaft hatte zum traditionellen Spekulatiusmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag, und die Markthändler zum Martinimarkt eingeladen.

Verhalten war der Andrang direkt nachdem die Geschäfte um 13 Uhr ihre Türen öffneten. Doch nach und nach füllte sich die Fußgängerzone. Die Einzelhändler lockten mit Aktionen, Rabatten und Spekulatius als Geschenk für einen Einkauf. Im Hofgarten von Vielerlei in der kaum von Menschen belebten Mährstraße, ließen sich die Kunden den weiße Glühwein, deftigen Grünkohl oder die süßen Waffeln schmecken. In der von der Großbaustelle beeinträchtigen Bahnhofstraße konnte sich Tita – shoes and more über viel Kundschaft freuen, die sich wiederum über den Baustellen-Rabatt von 15 Prozent freuten. In der Galerie auf Zeit stöberten viele Interessierte und kamen mit den anwesenden Künstlern bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch.

Fischburger, Grünkohl und Flammkuchen

Im Kundenzentrum der Stadtwerke Schwerte an der Bahnhofstraße wurde geschnippelt, geklebt, gemalt was das Zeug hielt. Gegen einen Beitrag von zwei Euro konnten Laternen oder Windlichter mit Schwerter Motiven gebastelt werden. Unterstützt wurden die zahlreichen großen und kleinen Bastler von vielen Helfern. Hingegen war der Zuspruch beim Kinderkarussell auf dem Steinemplatz eher verhalten. An acht Büdchen und Ständen boten Schwerter Gastronomen und Einzelhändler Süßes und Deftiges an. Allen voran natürlich das weihnachtliche Gebäck, der Spekulatius, der vor Ort live gebacken wurde. Auf dem Cavaplatz konnten weihnachtliche Dekorationen beim Verein „Hilfe für Adimali“ erworben werden. Und Maria Ester Grulke briet unter den Augen der Pannekaukenfrau-Statue Reibeplätzchen für Luisa e.V.

Darf es ein Vancouver oder ein Halifax Burger sein? Jan Holtmann Speisekarte in seinem fahrbaren Streetfood-Verkaufswagen auf dem Martinimarkt im Schatten der St. Viktorkirche, ließ fielen das Wasser im Munde zusammenlaufen. „Alles frisch, weg von der Fritteuse, direkt von der Kühlung in die Pfanne, wenig Fett, gesund und mit selbstgemachten Beilagen“, erklärt Elfi Holtmann die Geschäftsidee ihres Sohnes, die seit geraumer Zeit bereits auf dem Wochenmarkt auf viel Zuspruch stößt.

Zu Schmuck, Textilien und Floristik, gab es hausgemachten Kuchen an Ingrid’s Kaffeetafel, Grünkohl, Backschinken frisch zubereitet am Stand der Biometzgerei Rafalcik, Meeresspezialitäten bei der Fisch Holtmann KG, der Grillspezialist Spanell bot zu der obligatorischen Rostbratwurst Eintöpfe an, Pfannkuchen gab’s bei Obst und Gemüse Ullrich und Käserei Frank Rest lockte mit Flammkuchen, Steinpilz-Risotto und Wein. Musikalisch unterhielt Jens Dreesmann mit einem bunten Mix bekannter Songs. Auch auf dem Großen Markt ließ der Besucherstrom zu wünschen übrig. „Wenn ich mit 250 Euro Minus heute abschließe, bin ich froh“, so Frank Rest.

Abseits der Märkte und der geöffneten Geschäfte, beschäftigen sich viele mit der Nachforschung nach ihren Ahnen. Im Ruhrtalmuseum half die genealogisch-heraldische Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund e.V. Interessierten bei der Familienforschung.

Ein kleiner fotografischer Bummel:

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