Das RTG, die alte Aula und das Ersuchen an die Politik

Schwerte. Bärbel Eschmann hat quasi einen Notruf abgesetzt. In einem Schreiben an die Politik hat die Leiterin des Ruhrtalgymnasiums eindringlich die Notwendigkeit unterstrichen, die Aula der Schule zu sanieren und zu modernisieren. Die CDU-Fraktion und die FDP-Ratsfrau Renate Goeke folgten dem Ruf und machten sich am Mittwoch in einem Vor-Ort-Termin kundig über den schlechten Zustand der Aula. Andere Fraktionen, stellte Bärbel Eschmann auf Anfrage des Blickwinkels fest, hätten auf ihr Schreiben vom 23. August noch nicht reagiert.

Spendengelder sind schon da

Zuletzt ist viel Geld in die energetische Sanierung des RTGs geflossen. „Das hat nichts mit der Ausstattung und dem Zustand der Aula zu tun“, betont Bärbel Eschmann und sagt in gleichem Atemzug, dass ihr Vorstoß nicht im geringsten aus einem etwaigen Neid auf die neue Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums entstanden sei. „Wir versuchen schon seit 2014 Gehör zu finden“, so Bärbel Eschmann, aber immer wieder sei die Schule von Förderprogramm zur Fördeprogramm vertröstet worden. Bühne, Bestuhlung, Belüftung, eine „total veraltete Tontechnik“ sind Problemfelder, die auf den Nägeln brennen. „Ein Gesamtkonzept muss her“, fordert die Schulleiterin und bittet darum, entsprechende Mittel in den neuen Doppelhaushalt einzustellen. Immerhin liegen auch Spendengelder zur Finanzierung vor.

Ein Herzstück für unsere Schule

„Dieses Anliegen ist kein Luxus-Problem!“, so Bärbel Eschmann in ihrem Schreiben an die Politik.  „Der Zustand und die veraltete Ausstattung der RTG-Aula erschweren zunehmend in erheblichem Maße die Durchführung von Unterricht und Veranstaltungen nach modernen Standards. Es sollte darüber hinaus nicht so weit kommen, dass die Aula aufgrund von Sicherheitsmängeln nicht mehr genutzt werden kann. Bitte unterstützen Sie unser Anliegen auch im Hinblick darauf, dass die Aula aufgrund der dort durchgeführten vielfältigen Veranstaltungen für unsere Schule in besonderer Weise ein Herzstück und auch Aushängeschild ist.“

Aufs politische Gleis

Fördergelder aus dem Programm „Gute Schule 2020“ verwendet die Stadt für den Bau Offener Ganztagschulen auf der Heide und an der Lenningskampschule und für die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule. Daran wird auch nicht gerüttelt, aber deshalb „darf das RTG nicht hinten rüberfallen“, sagte Renate Goeke am Mittwoch dem Blickwinkel. „Wir machen uns hier ein Bild, um zu einer qualifizierten Beurteilung zu kommen“. Der Wille, die Modernisierung und Sanierung der Aula auf das politische Gleis zu setzen, sei durchaus vorhanden.

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