Der Tag der Kinderhospizarbeit und das grüne Rathaus

Schwerte. Ich sehe schwarz gehört zu den Redewendungen in unserer Gesellschaft. Die Menschen, die am frühen Samstagabend zum Rathaus gepilgert sind, haben grün gesehen – ein grünes Rathaus. Symbolkraft?  Für den Tag der Kinderhospizarbeit auf jeden Fall. Der wurde nämlich auf Initiative des ersten stellvertretenden Bürgermeisters Jürgen Paul dort begangen, mit musikalischer Unterstützung aus der Musikschule des Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte und mit tatkräftiger Unterstützung des Schwerter Hansevereins, der für die Beleuchtung des Rathauses gesorgt hatte.


Der Blick von oben

Jürgen Paul engagiert sich für die Hospizarbeit.

Vor Ort war auch die Feuerwehr, die mit ihrer Leiter gekommen war, um besondere Perspektiven zu bieten und um die Grünfläche vor dem Rathaus auszuleuchten. Natürlich war auch der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Unna vor Ort und Gulliver for Kids. Kinderpunsch und grüne Amerikaner versorgten Besucherinnen und Besucher, die schließlich alle gemeinsam das Lied „Aufstehen, aufeinander zugehen“ sangen.

Familien unterstützen

Viele waren gekommen, um den Tag der Kinderhospizarbeit zu begehen.

Mit der Aktion soll auf die Arbeit der Kinderhospizdienste und des Deutschen Kinderhospizvereins aufmerksam gemacht werden. „Mit dieser Aktion wollen wir betroffene Familien unterstützen und ihnen ein Zeichen der Solidarität schicken“, sagt Jürgen Paul. „Und wir demonstrieren, wie wichtig und hilfreich die Hospizarbeit ist.“ Die Farbe Grün steht auch für Begriffe wie Hilfsbereitschaft und Harmonie. Damit passt sie bestens zur Hospizarbeit.

Den Tod enttabuisieren

Die Kinderhospizarbeit begleitet und unterstützt Kinder mit verkürzter Lebenserwartung und deren Familien. Die Begleitung erfolgt ab der Diagnose, im Leben und Sterben sowie über den Tod der Kinder hinaus. Mit dem Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar sollen die Inhalte dieser Arbeit bekannter gemacht und Menschen motiviert werden, sich mit erkrankten Kindern, ihren Eltern und Geschwistern zu solidarisieren. Außerdem dient dieser besondere Tag dazu, ehrenamtliche Begleiter sowie finanzielle Unterstützer zu gewinnen und das Thema Tod und Sterben zu enttabuisieren.

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