Die Kandidatenrunde der WfS: Bürger zeigten kaum Interesse

Schwerte. Da waren’s nur noch drei: Ohne Thorsten Heller, der seine Bürgermeisterkandidatur bekanntlich zurückgezogen hat, und ohne den erkrankten Jens Kritzler ging am Mittwochabend die Präsentation der parteilosen Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters / der Bürgermeisterin über die Bühne. Letzterer hatte sich abgemeldet, allerdings am 13. Dezember per Facebook auch schon mitgeteilt, dass seine Kandidatur eben aus gesundheitlichen Gründen bis zum Ende des Jahres ruhen werde. Also stellten sich noch Christiane Ganske, Stefan Barthel und Dirk Hanné den leider nur 65 interessierten Menschen, die in die Rohrmeisterei gekommen waren. Zu ihnen gehörte übrigens auch Thorsten Heller.


Amtierende Bürgermeisterinnen: Birgit Tupat (r.) und Ulrike Drossel.

Das kleine Auditorium

Die Wählervereinigung für Schwerte hatte zu diesem Termin eingeladen und dafür die amtierenden Bürgermeisterinnen Ulrike Drossel (Holzwickede) und Birgit Tupat (Nachrodt-Wiblingwerde) gewinnen können. „Entweder man liebt dieses Amt oder man geht unter“, erklärte Ulrike Drossel und mahnte zur Authentizität. Birgit Tupat unterstrich, dass Bürgermeister zu sein nicht nur den Besuch von Goldenen Hochzeiten oder Schützenfesten bedeute, sondern überwiegend in der Verwaltung stattfinde. „Es geht darum, die Erwartungen der Bürgerschaft zu erfüllen“.

Dirk Hanné

Christiane Ganske

Stefan Barthel

Abgeschreckt hat das die Schwerter Kandidaten nicht, im Gegenteil unterstrichen sie ihre Bereitschaft, etwas für Schwerte erreichen zu wollen. Stadtfinanzen, Verkehr und Stadtentwicklung waren Oberbegriffe, die Stefan Barthel aufs Tapet brachte. „Machen statt reden“ ist die Devise für Christiane Ganske, Bürgernähe und Kompetenz ihr Credo. „Ich möchte für Schwerte ehrlich sein und keine Versprechen abgeben, die ich nicht halten kann“, sagte sie und bezeichnete sich als „bodenständige Pragmatikerin“. Der Familienmensch Dirk Hanné warf seine große Lebenserfahrung und seinen kaufmännischen sowie handwerklichen Hintergrund ins Rennen. Ein „Hans Dampf in allen Gassen“ sei er, einer, „der seine Ziele nie aus den Augen verliert“ und dessen „Problemlösungskompetenz 1a“ sei.

Steuererhöhungen? Nein danke, sagten alle. Ausweisung von Baugebieten? Aber sicher, sagten alle – wobei sich Christiane Ganske auf brach liegende Flächen konzentrieren möchte. Ein paar weitere Fragen noch aus dem Auditorium, und schon war dieser Abend Geschichte. Ach so, die erforderlichen 190 Unterschriften, die für die Zulassung zur Bürgermeisterwahl erforderlich sind, haben Christiane Ganske und Stefan Barthel noch nicht ganz zusammen, nach eigenem Bekunden wohl aber Dirk Hanné. „Ich möchte auch nicht nur 190 Unterschriften abgeben, es sollen 2500 werden!“

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