Dringende Maßnahme: Das Marienkrankenhaus erweitert sich

Schwerte. Das Marienkrankenhaus wird größer und baut an seinem Standort in der Goethestraße an. Mitte 2020 soll der Anbau zwischen dem bestehenden Gebäude und der Marienkirche fertig sein. „Dahinter steckt eine wichtige Maßnahme, die für das Krankenhaus zur Sicherung seiner Qualität und für die Weiterentwicklung unabdingbar ist“, erklärte am Freitag Jürgen Beyer, Geschäftsführer des Marienkrankenhauses, auf einem Medientermin. An seiner Seite: Friedrich Kebekus, stellvertretender Vorsitzender des St. Marien-Kirchenvorstandes, der Architekt Andreas Köhler, Werner Adrian als Technischer Leiter des Krankenhauses, und Adrian Mork, Fachbreichsleiter Stadtplanung und Bauen der Stadt Schwerte.


Kapazitätsgrenzen erreicht

Präsentierten die Pläne: Andreas Köhler, Friedrich Kebekus, Werner Adrian, Jürgen Beyer und Adrian Mork (v.l.).

„Wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen“, erklärte Jürgen Beyer die gravierenden Veränderungen, die auf das Krankenhaus zukommen werden. Weichen muss zum Beispiel die Kapelle, die jetzt zwischen Krankenhaus und Kirche steht. Aber die Kapelle wird dem Krankenhaus erhalten bleiben, sie wird in den Bereich der jetzigen Caféteria verlegt, ihr Charakter bleibt unberührt. „Wir verstehen das als wichtigen Auftrag“, unterstrich Jürgen Beyer und trifft damit auf Zustimmung der Gemeinde als Träger des Krankenhauses. „Wir sehen den Bedarf und die Bedürfnisse, eine Kapelle innerhalb des Krankenhauses besuchen zu können“, sagt Friedrich Kebekus. Die Kapelle soll weiterhin nach außen sichtbar bleiben.

Caféteria mit Außengastronomie

Die Cafeteria hingegen wandert ins Erdgeschoss, wird künftig auch über eine Außengastronomie verfügen – nicht die schlechteste Idee. Primäre Ziele der Erweiterung aber ist die Realisierung von zusätzlichen, adäquaten Funktions- und Behandlungsräumen. Die finden sich derzeit auch auf bettenführenden Stationen. Ihre Verlagerung sorgt für eine Verbesserung der Zimmerstruktur und ihrer Ausstattung. Um Abläufe zu verbessern, werden drei moderne Bettenaufzüge zusätzlich gebaut. Die bestehenden Aufzüge sollen danach saniert werden.

Bebauungsplan ändern

Die Kapelle bekommt einen neuen Platz, der Parkplatz an dieser Stelle bleibt, wird aber ein Stückchen kleiner.

„Die Stadt Schwerte unterstützt den notwendigen Ausbau“, versicherte am Freitag Adrian Mork. „Wir wollen die Zukunft auf den Weg bringen“ – immerhin sei das Marienkrankenhaus der größe Arbeitgeber in Schwerte. Deshalb soll der alte Bebauungsplan verändert werden, um Spielraum für planungsrechtliche Grundlagen zu haben. Er sei guten Mutes, so Mork, das innerhalb eines Jahres hinzubekommen, so dass spätestens im ersten Quartal 2019 mit dem Bau begonnen werden könne. Hinsichtlich der benachbarten Kirche muss auch noch eine Abstimmung mit dem Denkmalschutz stattfinden.

Das Investitionsvolumen liegt zwischen acht und zehn Millionen Euro. Finanziert wird die Erweiterung ausschließlich über Schwerter Banken, unterstrich Jürgen Beyer.

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