Ein bilderreiches sommer-romantisches Konzert

Schwerte. Großer Andrang herrschte am Sonntag beim Sommerkonzert, veranstaltet von der Konzertgesellschaft Schwerte, in der Katholischen Akademie. Zu Gast waren das Harfenduo mit Laura Oetzel und Daniel Mattelé aus Weimar und München. Bereits vor vier Jahren hatten die jungen Musiker erfolgreich in der Kapelle der Katholischen Akademie konzertiert. Und das hatten einige der Konzertgäste noch in sehr guter Erinnerung.

Die Harfe ist ein äußerst vielseitiges Instrument. 2016 wurde sie als Instrument des Jahres auserkoren. Beeindruckend ist ihr Erscheinungsbild und Klang. Das Harfenduo wartet mit einem neuen, spritzigen Programm „Fantasie – Mit zwei Harfen durch die russische Musik“ auf. Werke bekannter und weniger bekannter Komponisten der Spätromantik, „die wir für Harfen bearbeitet haben“, erklärte Laura Oetzel, brachten die Harfenisten zu Gehör.

Virtuos an den Harfen: Daniel Mattelé und

Laura Oetzel.

Mit vier Sätzen aus Modest Mussorgskis (1839-1881) Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, arrangiert für zwei Harfen, eröffnete das Harfenduo das Konzert. Inspiriert wurde Mussorgski durch die Gedenkausstellung seines Malerfreundes Victor Hartmann. Farbig und kontrastreich spielten Laura Oetzel und Daniel Mattelé die Stimmungsbilder und ließen ein buntes Kaleidoskop der Bilder vor dem inneren Auge vorüberziehen.

Überraschungen nach der Pause

Weiter ging es mit Alexander Skrjabins Impromptu und Deux Danses, dessen klangliche Magie dieses anspruchsvollen Werkes das Duo mit feinsinnigem Gespür offenlegte. Virtuos gestalteten die Harfenisten die „Valse Fantaisie“ des russischen Komponisten Michail Glinka (1804-1857) und entwickelten eine mitreißende tänzerische Leichtigkeit.

Eine Überraschung gab es nach der Pause: Das Harfenduo brachte Claude Debussys „La fille aux cheveux de lin“, „Cathédrale engloutie“, „La puerta des Vino“ und „Bruyeres“ zu Gehör. Vier Stücke, die nicht im Programmheft aufgeführt waren.  Mit vier Sätzen aus Pjotr Tschaikowski (1840-1893) setzten die Musiker den finalen Höhepunkt.

Den Künstlern, völlig im Einklang, gelang es auf wunderbare Art, ihre Zuhörer zu berauschen. Sie zeigten einen meisterlichen Umgang mit ihren Instrumenten und glänzten mit perfektem Spiel voller virtuoser Leichtigkeit. Feinfühlig, kraftvoll und verhalten, durch ihre nuancierte Musikalität beeindruckten Laura Oetzel und Daniel Mattelé. Das Publikum war einfach hingerissen.

„Selten habe ich den großen Saal bei einem Konzert so voll gesehen“, freute sich Studienleiterein der Kath. Akademie, Prof. Dr. Stefanie Lieb, bei der Begrüßung der Konzertbesucher.

 

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