„Endlich! Pro-Kopf Zuweisung für Flüchtlinge“

Schwerte. Wie zuvor schon Renate Goeke von der FDP begrüßt nun auch die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte die Pro-Kopf-Zuweisung für Flüchtlinge. In einer Stellungnahme schreibt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bianca Dausend:


„Das, was wir uns ins Schwerte bereits seit Jahren wünschen, wird endlich Realität. Endlich verlassen wir den Quatsch der Pauschalzuweisungen und kommen in der Realität an. Seit Jahren haben wir mahnend hervorgehoben, dass die Integration vor Ort stattfindet und Geld kostet. Verärgert hat uns bei der Rot-Grünen Landesregierung insbesondere, dass die Bundesmittel zur Integration nicht an die Kommunen weitergeleitet wurden. Diese werden nun zumindest zum Teil weitergeleitet, so dass für Anstrengungen der Integration vor Ort nicht nur mit einem warmen Händedruck bedacht werden. Wir leisten hier in Schwerte mit den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern die Integrationsarbeit und deshalb muss hier auch das Geld hinfließen. Kulturvermittelnde Kurse gehören für die Christdemokraten ebenso zu einer gelingenden Integration wie die Schaffung von ausreichend Kindergartenplätzen. Dort, wo die Kinder Teil unserer Gesellschaft werden, ist die Chance größer, dass auch die Eltern bereit sind,  sich zu  integrieren. Fördern und fordern, denn Integration ist keine Einbahnstraße.“

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Kommentare

Comments

  • Reinhard Streibel 13. Januar 2018 at 19:31

    Der eingeschlagene Weg ist gut und richtig, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass nicht nur ein Teil der Bundesmittel sondern diese in Gänze an die Kommunen durchgereicht werden. Das war die gemeinsame Forderung von örtlichen Grünen und der CDU an die damalige rot-grüne Landesregierung. Als grüner Kommunalpolitiker habe ich es sehr bedauert, dass Rot-Grün und das SPD-besetzte Integrationsministerium stattdessen Willkommenspakete, Broschüren und ähnlichen Quatsch finanziert hat, wo alle kommunalen Experten sagten, das können wir vor Ort besser und vor allem besser auf die konkrete kommunale Situation zugeschnitten.
    Aber das war auch in den eigenen grünen Reihen nicht unbedingt Mehrheitsmeinung. Zu oft hatte ich nicht nur beim Thema Flüchtlinge den Eindruck, was schert uns Landesabgeordnete das dumme Gerede der kleinen Kommunalpolitiker, selbst wenn sie der eigenen Partei zugehören.
    Das ist vorüber, Rot-Grün wurde von den WählerInnen abgestraft und was die SPD bisher nicht geschafft hat, haben die Landesgrünen mit einem dringend notwendigen personellen Wechsel vollzogen.
    Doch zurück zum eigentlichen Anlass dieser „persönlichen“ Stellungnahme: das Leben tobt in den Kommunen und so auch die Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen. Deshalb ist es dringend notwendig, die ohnehin finanziell stark in Anspruch genommenen, klammen Kommunen in größtmöglicher Weise zu unterstützen.
    Wie gesagt, ein guter Anfang ist gemacht, aber es gibt noch Luft nach oben – auch Schwerte braucht mehr als nur einen „Teil“ der Bundesmittel!

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