Forderungen an die DEGES: Mehr Information, so wenig wie möglich Belastung

Schwerte. Die Informationsveranstaltung der DEGES am 12. Oktober im Freischütz wirkt nach und hat offenbar auch der Stadt Schwerte nicht gefallen. Wie berichtet, hatte es nicht auf alle Fragen zufriedenstellende Antworten durch die Projektmanagementgesellschaft gegeben, die für den Ausbau der B236 zwischen Autobahn und Tunnel federführend ist. Die Stadt Schwerte „erwartet durch die DEGES im Vorfeld der Baumaßnahme sowie dauerhaft während der Bauausführung eine konsequente und bürgerfreundliche Informationspolitik“, schreibt der Erste Beigeordnete der Stadt Schwerte, Hans-Georg Winkler, in einem Brief an die DEGES. Einschränkungen in der Bauphase sollten für die Bevölkerung so gering wie möglich gehalten werden. Hans-Georg Winkler führt seit einer Woche die Amtsgeschäfte der Bürgermeisters.

Belastung von Wohngebieten

Der Erste Beigeordnete Hans-Georg Winkler.

„Die Informationsveranstaltung hat deutlich gemacht, dass viele Schwerter Bürgerinnen und Bürger weiterhin Befürchtungen bezüglich erheblicher Verkehrseinschränkungen in der Bauzeit haben, die insbesondere eine entscheidende Belastung der Schwerter Innenstadt sowie angrenzender Wohngebiete bedeuten werden“, schreibt Hans-Georg Winkler. „Wenngleich mit dem Ausbau schließlich eine Reduzierung der Belastung durch Verkehrslärm und Luftverschmutzung  für die Schwerter Bevölkerung verbunden sein wird, zieht die Bauphase dieser zentralen Verkehrsachse entsprechende Umwege, Einschränkungen und Unannehmlichkeiten nach sich. Das Bestreben der DEGES sollte es sein, diese Einschränkungen möglichst gering zu halten.“ Hier spielt Hans-Georg Winkler offenbar auch auf die geplante Umleitung über den Klusenweg und die damit verbundene Aufhebung der Einbahnstraßenregelung an, wenn die Bergstraße abgebunden ist.

Bürgertelefon nur ein erster Schritt

Weiter heißt es in dem Schreiben: „Trotz der durchgeführten Informationsveranstaltung gibt es in breiten Kreisen der Schwerter Bevölkerung weiterhin eine Unkenntnis und damit verbundene Unsicherheiten bezüglich einzelner Bauphasen, bauablaufbedingter (Voll-) Sperrungen und Umleitungen.“ Jetzt soll die DEGES aufzeigen, wie sie sich eine dauerhafte Bürgerinformation vorstellt. Es soll einen Ansprechpartner geben bei Fragen und Beschwerden zur Baumaßnahme. Die Einrichtung eines Bürgertelefons könne nur „ein erster Schritt sein, ersetzt aber nicht die persönliche Beratung beispielsweise in Form eines Baubüros, Informationsstandes in der Innenstadt oder ähnliches“, schließt das Schreiben des Ersten Beigeordneten.

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