Frühstück mit Kulturakteuren

Schwerterheide. Auf großes Interesse stieß das Kulturfrühstück, zu dem der SPD-Bürgermeisterkandidat Dimitrios Axourgos am Sonntag in die Kulturkneipe „Auf der Heide“ eingeladen hatte.


Axourgus unterstrich in seiner Begrüßungsansprache, wie wichtig ihm die Kultur in Schwerte sei: „Die Kultur ist essentieller Bestandteil unserer Stadt.“ Wichtig sei für ihn, dass ein jeder an der Kultur teilhaben könne. Der Bürgermeister könne die Kultur unterstützen und auch möglich machen, dass die Sparkassenstiftung weiterhin finanzielle Mittel zur Verfügung stelle. Auch mache er sich Sorgen um den Bestand des KuWeBe, in dem Einrichtungen von Kultur- und Weiterbildung gebündelt sind, und formulierte weiter: „Mein Ziel ist, im Wuckenhof ein Kulturhaus zu errichten, vielleicht mit einem integriertem Kulturcafé.“

Das waren für die anwesenden Kulturakteure genügend Stichworte, um Antworten auf Fragen zu erhalten, die ihnen auf den Nägel brannten. Der rote Faden, der sich zog, war die mangelnde Transparenz, die von allen, die sich zu Wort meldeten beklagt wurde. Die Höhe der Fördergelder und deren Verteilung, die Aufstellung des KuWeBe im Allgemeinen, und dass keine Klarheit herrsche, „wie Kultur in Schwerte überhaupt funktioniere“ und natürlich der Wuckenhof, waren die Hauptanliegen.

30 000 Euro für Kultur

Dimitrios Axourgos stellte sich den Fragen der Kulturakteure und trat mit ihnen in den Dialog. Mit im Bild die SPD-Genossinnen Ursula Meise (li.) und Angelika Schröder.

„Ich muss ehrlich sagen, dass mir das Konstrukt des KuWeBe nicht ganz klar ist“, stellte sich Axourgos den Fragen. Die Transparenz sei nicht so gegeben, dass man damit zufrieden sein könne. „Die Zuschüsse sind aus der  Sparkassenstiftung. Ca. 30 000 Euro erhalten die Vereine im Jahr.“ Das bedeute auch, dass einige wenig erhielten und auch einige leer ausgingen. „Ich kann nicht versprechen, dass es nächstes Jahr 60 000 Euro werden.“

„Ich will mal Licht ins Dunkel bringen“, meldete sich der stellv. Vorstand des KuWeBe, Matthias Hein, zu Wort. „Es gibt Null Euro von der Stadt für Kulturförderung. Die 30 000 Euro werden nach Kulturförderungsrichtlinien verteilt. Der Verteilungsschlüssel wird dem Verwaltungsrat in öffentlicher Sitzung vorgelegt.“ Neben finanziellen Hilfen, helfe der KuWeBe im Rahmen seines Veranstaltungsservices auch aus, wenn beispielsweise keine geeignete Bühne für Veranstaltungen zur Verfügung stehe: „Wenden Sie sich an mich, wenn etwas geplant ist“, so Hein.

Gründung einer Kulturinitiative

Kontrovers ging es beim Thema Wuckenhof zu. Für eine Kulturstätte, in denen Seminare, Workshops, Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden, konnten sich viele erwärmen.  Darauf Axourgos: „Das Konzept sollte nicht von der Verwaltung allein, sondern von den Kulturschaffenden und Ideengebern erarbeitet werden.“

Claudia Belemann unterbreitete den Vorschlag, dass sich alle Schwerter Kulturakteure unter einem Dachverband zusammenschließen könnten, ähnlich dem Stadtsportverband. „Ein Umsteuern ist notwendig. Politik und Verwaltung auf der einen Seite, Kulturinitiative auf der anderen“, erwiderte Axourgos. Der Impuls müsse von den Kulturschaffenden ausgehen und dann in den entsprechenden Gremien vertreten sein. „Strukturfragen können nicht heute und hier geklärt werden, da hängt zu viel dran.“

Das Kulturfrühstück, mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, wurde musikalisch von Astrid Hoffmann umrahmt.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor