Für einen städtischen Ordnungsdienst: Axourgos und Verwaltung auf einer Linie

Schwerte. Mittwochabend, 21.49 Uhr: Dimitrios Axourgos, Bürgermeisterkandidat der SPD, sendet per Mail eine Medieninformation, in der er mehr Sicherheit für Schwerte durch einen städtischen Ordnungsdienst fordert. Donnerstagmittag, 12.51 Uhr: Die Stadtverwaltung verschickt per Mail eine Medieninformation unter der Überschrift „Stadt Schwerte plant kommunalen Ordnungsdienst“. Zufälle gibt’s…

Sicherheit hat hohen Stellenwert

Dimitrios Axourgos möchte in Schwerte zukünftig einen städtischen Ordnungs- und Servicedienst installieren. Zuvor hatte er bereits bei seinem Besuch des Landrates, Michael Makiolla, mehr Polizisten für Schwerte gefordert. „Das Sicherheitsbedürfnis das Schwerterinnen und Schwerter und Gäste von außerhalb ist mir sehr wichtig. Deshalb muss nicht nur das Land mehr Polizisten zur Verfügung stellen, sondern auch die Stadt selbst handeln. Den Aufbau eines städtischen Ordnungs- und Servicedienstes halte ich für die richtige Maßnahme“, so die Überzeugung des Kandidaten.


Rund um die Uhr erhalten Bürgerinnen und Bürger dadurch die Möglichkeit, bei etwaigen Ordnungsverstößen Kontakt mit professionellen Ansprechpartnern der Stadt aufzunehmen. Zu diesem Zweck soll eine Service-Hotline eingerichtet werden. Die Präsenz der Ordnungshüter in der Innenstadt und in den Ortsteilen soll sich dabei nicht nur auf das Sicherheitsgefühl positiv auswirken. Axourgos verspricht sich dadurch auch einen wichtigen Beitrag für ein sauberes Schwerte.  Durch eine unmittelbare Ansprache und die Möglichkeit Verwarnungen auszusprechen, kann auf Fehlverhalten direkt hingewiesen und reagiert werden. Das soll zu einer Einschränkung der öffentlichen Verschmutzungen, z.B. durch Glas und Hundekot auf Spielflächen, führen. Der Ordnungs- und Servicedienst soll darüber hinaus eng mit der Polizei und den Streetworkern kooperieren. „Bei allen Gesprächen, die ich im Rahmen von Sozialraumkonferenzen, Stadtteilspaziergängen, Diskussionsrunden und vielen persönlichen Kontakten, bisher führen konnte, hatte das Thema „Sicherheit in Schwerte“ einen hohen Stellenwert. Sie ist ein maßgeblicher Faktor für die Lebensqualität in einer Stadt. Deshalb setze ich mich für mehr Sicherheit und Ordnung ein und hoffe, dass Politik und Verwaltung im Sinne der Bürger an einem Strang ziehen werden“, so Axourgos.

Ein Gefühl von Sicherheit

Der Erste Beigeordnete Hans-Georg Winkler.

In seiner Sitzung am 2. Dezember 2015 hat sich der Rat der Stadt Schwerte mit einem Grundsatzbeschluss dafür ausgesprochen, dass „Unser Schwerte bürgerfreundlich ist“ und die Verwaltung beauftragt, dieses strategische Oberziel in strategische Unterziele zu untergliedern, heißt es in der Medieninformation der Stadt. Durch eine verwaltungsinterne Projektgruppe sei bereits eines dieser Unterziele identifiziert worden: Das Sicherheits- und Sauberkeitsgefühl wird gestärkt. „Dadurch steigen Attraktivität und Ordnung in unserer Stadt“.

Der städtische Verwaltungsvorstand hat auf dieser Grundlage ein Konzept erarbeitet, welches die Einrichtung eines Kommunalen Ordnungsdienstes vorsieht. Über die gesetzten Grundlagen, Ziele, Aufgaben und Befugnisse wird in den nächsten Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen (23. November) und des Haupt-, Personal- und Gleichstellungsausschusses (28. November) informiert. Mit der Einrichtung würde die Stadt Schwerte vielen Städten und Gemeinden mit bereits bestehenden Ordnungsdiensten folgen.

„Ich begrüße die Einrichtung eines kommunalen Ordnungsdienstes“, so der Erste Beigeordneter und derzeitige Verwaltungschef Hans-Georg Winkler. Die für den Fachbereich zuständige Beigeordnete Bettina Brennenstuhl ergänzt: „Die Präsenz eines Ordnungsdienstes gibt den Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl von Sicherheit“. Auch viele Beschwerden in den verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung haben gezeigt, dass die Einrichtung eines kommunalen Ordnungsdienstes auf Dauer unerlässlich ist. Zunächst ist die befristete Einstellung von zwei Beschäftigten mit entsprechender Qualifikation geplant.

 

 

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Kommentare

Comments

  • Jan Schmid 10. November 2017 at 10:59

    Mit dem Begriff „gefühlte Sicherheit“ habe ich das Gefühl, dass ich für dumm verkauft werde. Falls die Einbruchszahlen und Gewaltverbrechen massiv zugenommen hätten, bestünde ein echtes Sicherheitsproblem, dann müsste schnell gehandelt werden. Und es sollte auch gefragt werden : Warum nehmen die Verbrechen in Schwerte zu ?

    Wenn nur das „subjektive Sicherheitsgefühl“ verbessert werden soll und wenn dementsprechend keine reale Gefahr besteht, wäre es für eine hochverschuldete Stadt falsch, Steuergelder zu verplempern. Dann bräuchte man nur etwas Aufklärungsarbeit. Man könnte den Schwertern doch auch mit einer kurzen Stellungnahme erklären, dass die Kriminalität unverändert niedrig ist und dass das Unsicherheitsgefühl nur „subjektiv“ ist.

    Übrigens : Rein subjektiv haben im letzten Jahr die schweren Raubüberfälle massiv zugenommen. Gibt es dazu keine Statistik ?

    Warum genau sollen die Herrschaften eingestellt werden ?

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