„Hallöchen aus Ergste“: eine filmische Liebeserklärung an den Stadtteil

Ergste. „Hallöchen aus Ergste“ – das ist nicht nur ein Lied. So nennt sich ein ganzer Kinofilm, der am 3. November im Saal der St. Monika-Gemeinde in Ergste (Am Kleinenberg 7) seine Weltpremiere feiert. Viele haben das schon spitz gekriegt, und deshalb ist die Premiere auch schon ausverkauft. Aber keine Angst: Nach der Premiere ist vor den nächsten Terminen. Am 5. November um 17.30 Uhr und am 1. Dezember um 20 Uhr zeigt das „Kino in Ergste“ den Streifen noch zweimal.

Produziert worden ist der Film von Elias Passavanti und Gunther Gerke. Der eine ist Kinomacher, der andere Operettenkünstler. Letzterer sammelte während der Produktionsphase zu seiner Rubrik „Unser Lied für…“ in der Lokalzeit Dortmund erste professionelle Erfahrungen als Reporter vor der Fernsehkamera. Nach der umjubelten Premiere ihres zweiten, gemeinsam produzierten, Werbespots im „Kino in Ergste“, sagten sich beide: „Was die vom Fernsehen können, können wir doch auch“, und man beschloss einen Dokumentarfilm über Schwertes größten Vorort zu drehen.


„Gervanti Filmproduktion“

Nach ersten Planungen wurde schnell klar, dass es in Ergste mehr interessante Dinge, vor allem aber auch Menschen gibt, als ursprünglich vermutet. Sie alle verdienten es, zeitlich einmal etwas ausführlicher porträtiert zu werden statt der im Fernsehen üblichen vier Minuten. So wurde aus dem als Vorprogramm geplanten Projekt bald schon ein abendfüllender Streifen. Inzwischen spricht man schon von einer Trilogie, denn die ständig hinzukommenden Ideen reißen bei den beiden Selfmadeproduzenten nicht ab. Aus ihren beiden Nachnamen kreierten sie die „Gervanti-Filmproduktion“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, praktisch ohne Budget ein professionelles Filmwerk zu schaffen.

Von Waltraud Dembon bis Ute Schneider

Gerke ist dabei für die Recherche und die Interviews zuständig, Passavanti übernimmt den technischen Teil wie Ton, Kamera und das ständige Aktualisieren der Internetseite, denn einen Facebookauftritt, bei dem man sich über den Fortschritt von „Hallöchen aus Ergste“, so der Titel, informieren kann, gibt es natürlich auch. Den Schnitt der Beiträge erledigen beide in unzähligen Stunden im hauseigenen Studio. Sämtliche Mitwirkenden zeigten sich bisher äußerst kooperativ und aufgeschlossen dem außergewöhnlichen Projekt gegenüber. Egal ob Tankstellenbetreiberin Waltraud Dembon, die Schauspieler der Volksbühne, Vikar Björn Fischer, Messerwerferin Isra Indra, das Team vom Elsebad oder die ehemalige Wirtin Ute Schneider, um nur einige zu nennen. Alle hatten Spaß bei den Dreharbeiten und freuen sich auf das Ergebnis, das am 3. November erstmals im bereits jetzt schon ausverkauftem Gemeindezentrum St. Monika aufgeführt wird.

Uwe Dreiwes und der Werwolf

Ein ganz besonderes Schmankerl ist dabei sicherlich die Verfilmung der Legende vom „Werwolf von Ergste“ die ein Bestandteil des 1. Teils von „Hallöchen aus Ergste“ ist. Den Vergleich mit den alten Werwolf-Klassikern brauchen die Mitglieder des historischen Spiels Argeste sowie das Ensemble der Schwerter Operettenbühne wohl nicht scheuen. Gemeinsam haben sie die alte Buchvorlage spielfilmartig umgesetzt. Gunther Gerke selbst ließ sich eigens hierfür von seinem Ergster Zahnarzt Dr. Uwe Dreiwes Wolfszähne anpassen und schlüpfte in die Rolle des Isegrimms, der einem in Ergste auch heute noch an vielen Stellen als Wappentier begegnet.

Die sicherlich begehrten Karten sind ab dem 4.Oktober bei Edeka Patzer in Ergste und bei Bücher Bachmann in Schwerte erhältlich. 

 

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor