„Heimat verrückt“: Ausstellungskonzept für das Ensemble am Markt

Schwerte. Ein großer Schritt nach vorne wurde vollzogen: Nach zuletzt stagnierender Entwicklung eines Ausstellungskonzeptes für das Ensemble der Bürgerstiftung rund um St. Viktor am Markt, hat nun eine Lenkungsgruppe erste Ziele und weitere Ausrichtung konkret erarbeitet. Unter der fachkundigen Leitung von Moderatorin Frauke Burgdorff  (Agentur für kooperative Stadtentwicklung) hat sich eine Runde von 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Schwerter Bürgerschaft, Stiftungsvorstand, Museumsexperten und der Leiterin des Museumsamtes Westfalen  NRW Dr. Ulrike Gilhaus einen ganzen Tag  zusammengesetzt.  Eingeleitet wurde der Workshop mit einer ersten Gedankensammlung, um die Ansprüche an die Ausstellung, mögliche Themen und Inhalte, Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten zu sammeln und abzuwägen.


Bausteine aus der Schwerter Geschichte

Als Überschrift der Ausstellung wurde schließlich das Leit-Thema „Heimat verrückt“ festgehalten, das den Heimat-Begriff in seiner Ambivalenz und Vielschichtigkeit darstellt und ebenso breitgefächert in der Präsentation umgesetzt werden kann. Dabei soll herausgearbeitet werden, dass nicht einfach ein weiteres „Heimat-Museum“ entsteht, sondern der Begriff „Heimat“ in vielen Variationen über- und weitergedacht wird.

Die einzelnen Bausteine zu diesem Thema werden zum Beispiel der Schwerter Geschichte entnommen, um eine große Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit der Ausstellung zu erreichen, indem sie sich und ihre Geschichte wieder finden (verrückt nach Heimat) oder auch dem Aspekt Flucht und Zuflucht (verrückte Heimat) gewidmet. Zum anderen soll aber auch größer und überregionaler gedacht werden, indem Fenster für größere Zusammenhänge eingerichtet werden, die den Blick globaler lenken und die eigene Heimat in anderen Relationen erfahrbar machen.

Regelmäßige Treffen

Anhand der Vorgabe „Heimat verrückt“ haben sich nun verschiedene Arbeits-Teams zusammengetan, die sich einzelnen Aufgaben widmen, um das Projekt in ersten Abschnitten hin zu einer  zunächst groben und letztendlich auch feinen Endkonzeption zu führen.  Zu den Aufgaben der Teams zählen zunächst u.a. : Auf- bzw. Festschreibung von inhaltlichen Leitlinien, die Sichtung des Objektbestands im Museums-Magazin,  die Abstimmung mit Architekten und Ausstellungsbauer und die Feststellung von Personal-Bedarf und -Möglichkeiten.

Die Ergebnisse werden in der nächsten Sitzung in drei Wochen zusammengetragen, um so den nächsten Schritt zu planen. Dann werden sicher auch die entstehenden Spannungsfelder und deren Entspannung, wo nötig, ein weiteres Thema des  Konzeptionsteams sein. Die Runde wird sich nun in regelmäßigem Turnus treffen, um anhand eines Zeitplans zügig und ergebnisorientiert vorwärts zu kommen, um am Ende ein tragfähiges Ausstellungskonzept präsentieren zu können.

www.schwerter.mitte.de

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