Holger Hülsmeyer, seine Kunst und die afrikanischen Einflüsse

Schwerte. Künstler haben ihre Handschrift. Deshalb hat ihre Kunst auch einen stringenten Wiedererkennungswert. Die Skulpturen von Holger Hülsmeyer sind einzigartig, auch in ihren Veränderungen. Der Künstler aus Schwerte hat sie afrikanischen Einflüssen ausgesetzt, wie er selbst nach einem Besuch in Ghana unter afrikanische Einflüsse gekommen ist. Steht sein ganzes künstlerisches Schaffen nun unter diesem Einfluss? „Nein“, sagt Holger Hülsmeyer, „ich verarbeite sie jetzt nur weiter. Das ist ein schöner neuer Weg“.

Das verstärkt die Dramatik seiner Kunstwerke, die durch Farbe, Gipsmehl oder Eisen filigraner geworden sind. Früher war ausschließlich die Kettensäge das Werkzeug Holger Hülsmeyers, jetzt nimmt er ergänzendes Werkzeug dazu, das er sich zuvor verboten hat. So strahlen seine Skulpturen eine spezielle Spiritualität aus, bleiben aber, was sie immer gewesen sind: Beistandsfiguren, Wächterfiguren, ein Spiegelbild des Lebens, ein Spiegelbild des Menschen mit all seinen Verletzungen, die er im Laufe seines Lebens erfährt. In Gruppen zusammengestellt, entfalten seine Figuren eine dynamische, eine mahnende Wirkung. Sie stellen Bezüge zur Gegenwart her, zum Flüchtlingselend dieser Welt.

So sind seine Figuren derzeit in der St. Viktorkirche zu bewundern, wo sie in einer Bootsform zusammengestellt sind. Am 12. September (Dienstag) wird er Besucherinnen und Besuchern der „Villigster Gespräche“ seine Kunst direkt in der Kirche präsentieren (19.15 Uhr). Gemeinsam mit der Künstlerin Rita Viehoff stellt Holger Hülsmeyer zudem im Stadtmuseum Hattingen (Marktplatz 1-3, Blankenstein) aus. Dort wird die Ausstellung „Mare Nostrum. Vom Verschwinden“ um 19 Uhr eröffnet. Die Ausstellung ist dort bis zum 8. Oktober zu sehen. Zudem sind Skulpturen auch in der Galerie auf Zeit in der Bahnhofstraße ausgestellt.

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