Hommage an Udo Jürgens vor ausverkauftem Haus

Schwerte. Ausverkauft. 500 Menschen bildeten ein gut aufgelegtes Publikum, gepolt auf gute Laune, gute Unterhaltung und in freudiger Erwartung auf die Hommage an Udo Jürgens, die ein neunköpfiges Orchester, zwei Sänger und zwei Sängerinnen in ihrer Show „Vielen Dank für die Blumen“ am Freitagabend in der Rohrmeisterei präsentierten.


„Ich hoffe, Sie haben etwas Zeit mitgebracht“, begrüßte der unterhaltsame Moderator das große Publikum und testete schon einmal deren Textsicherheit. „Ich singe zuerst drei Worte an und Sie übernehmen.“ Ob „Mit 66 Jahren“, „Ich war noch niemals in New York“ oder „Griechischer Wein“ – keine Problem für die Fangemeinde des 2014 verstorbenen Chansonniers Udo Jürgens.

Doch dann ging es auf der Bühne weiter. Unvergessene Melodien, im ersten Teil viele besinnliche und zeitkritische Lieder dieses großen Sängers, Pianisten, Entertainers und Songwriters standen im Mittelpunkt der Bühnenshow, um ein grandioses Showorchester, den Sängerinnen und dem Sänger unter der Gesamtleitung von Michael Thinnes.

Zum Schluss standen alle

Mit Geschichten aus Udo Jürgens Karriere, die sich über nahezu 60 Jahre erstreckte, der mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Unterhaltungskünstlern zählt und der mehr als 1000 Lieder komponierte, und auch aus seinem Leben, unterhielt der Moderator zwischen den musikalischen Beiträgen, die natürlich im Mittelpunkt standen und solistisch oder auch im Duett vorgetragen wurden. Dazu kleine schauspielerische Einlagen und Video-Einspielungen, in denen auch nicht der Beginn seiner Karriere im Jahre 1966 fehlte, als Udo Jürgens bei seinem dritten Anlauf mit „Mercie Cherie“ beim Grand Prix Eurovision de la Chanson (heute Eurovision Song Contest) in Luxemburg siegte.

Das Ensemble ließ die zeitlose Musik Udo Jürgens wieder auf erleben. Mit „Vielen Dank für die Blumen“, „Die Sonne und Du“, „Mercie, Cherie“, „Liebe ohne Leiden“, die neuere Version von „Ein ehrenwertes Haus“, in denen es nicht mehr um die Ausgrenzung eines Pärchens geht, das in „wilder Ehe“ lebt, sondern um ein schwules Pärchen, oder „Griechischer Wein“ wurde das Publikum mobilisiert.

„Wir machen eine zweiminütige Unterbrechung“, wurde die knapp 30-minütige Pause angekündigt. Waren im ersten Teil der Show, die Instrumente zu laut und der Gesang zu leise, so dass viele Texte kaum zu verstehen waren, versöhnte der zweite Teil mit besserer Tontechnik und den anscheinend vom Publikum erwarteten bekannteren Liedern. Zum Schluss standen die Zuschauer, klatschten, sangen und forderten Zugaben, die das ebenso gutaufgelegte Ensemble mit „Ich war noch niemals in New York“ und „Aber bitte mit Sahne“ gerne erfüllte.

Hier ein kleiner fotografischer Einblick:

 

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