Hotel am Canale Mühlenstrang: Ein Schritt in die richtige Richtung

Schwerte. Die von Stadtplaner Adrian Mork entwickelte Idee eines Hotels und eines Parkhauses „Im Reiche des Wassers“ fällt offenbar auf fruchtbaren Boden. Am Donnerstag präsentierte er als Bürgermeisterkandidat von CDU, Grünen und FDP das Projekt. „Das ist nicht nur ein Entwurf, ist keine leere Schachtel“, sagte Adrian Mork zum Auftakt seiner Wahlkampfreihe „Donnerstags in der Bahnhofstraße“ in der „Galerie auf Zeit“ (Bahnhofstraße 14), wo er auch sein Wahlkampfbüro eingerichtet hat. Rund 80 interessierte Schwerterinnen und Schwerter sorgten im Auditorium für drangvolle Enge. Der Blickwinkel hatte schon im Dezember über das Vorhaben berichtet:


Ein neues Hotel am Canale Mühlenstrang

Wichtig fürs touristische Weiterkommen

Tenor der Veranstaltung: Ein Projekt wie dieses hilft der Ruhrstadt für ihre weitere Entwicklung und ist ganz besonders für ihr touristisches Weiterkommen von Bedeutung. „Schwerte hat touristisches Potenzial“, unterstrich Adrian Mork und verwies in erster Linie auf den Ruhrtalradweg, der durch Schwerte führt. „Von den Hundertausenden, die ihn nutzen, müssen wir möglichst viele einfangen“. Schon heute machten viele Radtouristen Station, besuchten die Altstadt und den Marktplatz, unterstrich Mork. Nicht von ungefähr wird noch in diesem Frühjahr die Straße „Im Reiche des Wassers“ zwischen Hundeplatz und Havers Garten repariert – Radtouristen sollen eben ein schönes und ungefährliches Entree erhalten.

Sehr gut besucht war die Wahlkampfveranstaltung von Adrian Mork.

Dauerparkplätze und Wasserrecht

Dass das neue Hotel und das dahinter liegende Parkhaus auch positive Auswirkungen auf den Einzelhandel haben würde, war unstrittig. „Ich finde das Projekt sehr begrüßenswert“, unterstrich Peter Rienhöfer, Vorsitzender der Schwerter Werbegemeinschaft. Er wie auch andere verwiesen aber auch auf den massiven Wegfall von kostenlosen Dauerparkplätzen. Eine mögliche Hochwasserproblematik wurde angeführt. Auch gefiel der Mühlenstrang im Betonbett nicht. Christian Schmidt, Anwohner der Altstadt und Betreiber eines Minihotels in unmittelbarer Nachbarschaft, fürchtet wasserrechtliche Probleme hinsichtlich der Genehmigung für das Projekt. Alles nahmen Adrian Mork sowie Klaus Ungerer und Martin Twente aus dem Dortmunder Architekturbüro „ungerer twente“ mit. Unterm Strich aber blieb die Meinung, dass dieses Projekt ein Schritt in die richtige Richtung sei.

Ursprünglich sollte in dem Bereich, in dem das Parkhaus gebaut werden soll, ein Wohnmobilhafen entstehen. Ein solcher ist weiterhin politische Absicht. Als Stadtplaner hat Adrian Mork nicht nur eine Idee über einen neuen Standort ganz in der Nähe, sondern hat auch schon einen Betreiber an der Hand. Einzelheiten sollen aber erste zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich gemacht werden.

Seine Reihe „Donnerstags in der Bahnhofstraße“ setzt Adrian Mork am 25. Januar um 19 Uhr fort. Das Thema steht noch nicht fest, wird sich aber hier finden: http://adrian-mork.de/termine/

BLICKWINKEL

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Kommentare

Comments

  • Marco Kordt, Vorsitzender CDU-Fraktion 14. Januar 2018 at 13:25

    Die Pläne der Architekten Martin Twente und Klaus Unger für ein Hotel auf dem Havergelände, die Bürgermeisterkandidat Adrian Mork am Donnerstag vorgestellt hat, bringen die Diskussion über einen Hotelbau in Schwerte einen großen Schritt voran.
    Die Architekten schlagen eine gelungene Verbindung von Altem und Neuem vor, das Gelände wird deutlich aufgewertet. Außerdem entstehen neue Parkplätze. So kann es funktionieren! Schwerte liegt genau in der Mitte eines beliebten Radwanderwegs: Diese touristische und wirtschaftliche Chance können wir noch viel besser nutzen. Ein Hotel spielt dabei eine Schlüsselrolle. Nicht nur für Radfahrer: Auch bei Familienfeiern oder Veranstaltungen am Wochenende ist es oft schwierig, Hotelzimmer in Schwerte zu bekommen.

    Stellungnahmen müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen, die sich das Recht auf Kürzung vorbehält.

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  • Christian Schmidt 12. Januar 2018 at 20:26

    Weil vielleicht mißverständlich im Text oben formuliert:
    Standort prima, Projekt prima.
    Beim vorliegenden Entwurf wird es wasserrechtliche Probleme geben: Bachüberdeckelung, Mauern statt Grünufer. Dies kann und muß bei der Fortschreibung der Planung geändert bzw. berücksichtigt werden, dann klappts auch mit dem Wasserrecht.

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