Ideen kosten nichts

Leere Geschäfte in der Innenstadt – ein Thema, dass in den sozialen Netzwerken den Bürgermeisterwahlkampf derzeit mächtig befeuert. Was ist zu tun? Ist der Einfluss der Verwaltung im Rathaus wirklich begrenzt? Reicht es aus, stadtseits Investoren und Ladenbetreiber bei der Suche nach Immobilien zu unterstützen oder Umnutzungen von Flächen anzustreben? Nein.


Leider benötigt Schwerte inzwischen mehr. In der Vergangenheit wurde viel zu wenig unternommen, um die Attraktivität der Ruhrstadt und der Innenstadt zu pflegen und zu steigern. Erinnert sei nur an die leidige Diskussion um freies W-LAN – Hotspots entstanden hier erst, als viele Kommunen in der Umgebung bereits Jahre vorher komplette Zonen in ihren Einkaufsmeilen eingerichtet hatten.

Gefragt ist eine Konzeption, die eine Analyse der Ist-Situation bietet, Verbesserungspotenzial aufzeigt, Initiativen anstößt, Ziele definiert, Maßnahmen aufzeigt und die Umsetzung kontrolliert, die Ortsteile einbindet. Dazu ist es notwendig, den Markenkern Schwertes herauszufiltern und diesen in das Zentrum der Imagebildung zu stellen. Ein professionelles Stadtmarketing, angliedert als Kernaufgabe im Bürgermeisterbüro, fehlt uns seit den 2000-er Jahren. Pfiffige Ansätze, die Aspekte des Klimaschutzes, Lärmschutzes, der Verkehrslenkung, der Parkraumbewirtschaftung, des Tourismus, des Veranstaltungsmanagements sowie die Gedanken zur Nachhaltigkeit miteinander verbinden, könnten ein Weg sein, der ins Hintertreffen geratenen Innenstadt neue Impulse zu verleihen. Darauf aufbauend geht es im zweiten Schritt darum, Einkaufserlebnisse zu kreieren. Das Shoppen in der Innenstadt muss einen Mehrwert bieten. Einkaufen muss Spaß machen, Freude bereiten, ein Ambiente bieten, das den Aufenthalt in der Geschäftszone auch atmosphärisch einzigartig, unvergleichbar macht.

Die Umsetzung eines solchen Planes gibt es nicht umsonst. Für das Konzept, für eine professionelle Struktur in der Stadtverwaltung,  für eine Marketingoffensive mit einem eingängigen Stadtslogan (Claim), einem modernen Internetauftritt, einer Werbekampagne muss Geld in die Hand genommen werden. Zuerst geht es aber erst einmal um eine Grundidee und den Willen, die Probleme anzupacken. Und das kostet nichts…

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