Inhalt vor Form

Ein Hotel ist in aller Munde. Eines, das noch gar nicht gebaut ist und von dem derzeit noch niemand weiß, ob es auch tatsächlich jemals kommen wird. Aber die Idee ist da, und die steht bekanntlich immer am Anfang einer guten Sache. Und wenn ein Stadtplaner wie Adrian Mork die Idee hat und sie dann als Bürgermeisterkandidat weiter präsentiert, finde ich das nicht verwerflich. Es ist die Idee eines und desselben Menschen, die nichts an Qualität verliert, nur weil dieser Mensch persönliche Veränderungen durchläuft. Kritik daran drängt die Sache in den Hintergrund, macht aus ihrem Inhalt eine Form. Das wird dem Projekt nicht gerecht.


Im Zusammenhang damit ist auch von dem touristischen Potenzial die Rede, das Schwerte hat. Niemand sollte aber jetzt glauben, dass alleine der Bau eines Hotels die touristischen Potenziale auch herausstellt. Das erfordert weitaus mehr, nämlich Strategien, Angebote, professionelles Management. Wer  nur schon im Ansatz darüber nachdenkt, wird schnell die These unterschreiben, dass ein 14-tägiger Urlaub in Schwerte nicht langweilig wird. Diese Stadt hat viel zu bieten, Führungen und Besichtigungen, Wandermöglichkeiten, Kanu- und Radtouren, Wellness, ein Freibad, viel Kultur, Gastronomie. Metropolen wie Köln, Düsseldorf, Dortmund oder Münster sind maximal nur eine Autostunde entfernt. Das Sauerland ruft – ach, das Brainstorming ließe sich fortsetzen.

Soll heißen: In die Vermarktung dieser Potenziale strategisch einzusteigen, ist mindestens genauso wichtig wie der Bau eines Hotels, eines Parkhauses, eines Wohnmobilhafens. So oder so: Das eine funktioniert viel besser mit dem anderen.

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Kommentare

Comments

  • Dirk Hanné 15. Januar 2018 at 21:12

    Und mit diesem Kommentar haben sie wirklich recht. Ich freue mich schon auf das Brainstorming und auf noch viel interessante Projekte.

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