Maria, die Fuge und ein Katzenwohnheim

Es gibt Neues von Maria. Eines ihrer Lieblingsthemen ist neben Lesen und Häkeln bzw. Stricken die deutsche Rechtschreibung. Kürzlich ging es um das Fugen-S. Das S ist der am meisten benutzte Buchstabe, um zwei Begriffe miteinander zu verbinden, wie zum Beispiel Gelegenheitstrinker.


Nun muss man wissen, dass das Fugen-S keiner genauen Rechtschreibregel unterliegt, es oft nach Gefühl gesetzt wird. Das S wird allerdings immer dann gesetzt, wenn der Suffix (das ist jetzt nicht der Gelegenheitstrinker) –heit, -ion, -ität, -keit, -schaft oder –ung ist. Somit ist klar: Der Suffix ist in der linguistischen Morphologie die Bezeichnung für ein Affix, sagt Maria.

Vielleicht war das der Grund, warum die Guteste so aus der Kiepe sprang, als ein anderer das Wort Mietshaus in den Mund nahm. So ginge das ja gar nicht, wetterte die gebürtige Sauerländerin, rein akustisch sei für sie ein Mietshaus ein Katzenwohnheim. Miethaus müsse das heißen, und auch der kaputte Ratssaal sei kein Ratssaal, sondern ein Ratsaal.

Ich ag jetzt: Weg mit dem  . It überhaupt der am häufigten überchätzete Buchtabe. Und Maria weiß, wo ie herkommt: au dem Aualand.

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Kommentare

Comments

  • Heiko Haarmann 7. Dezember 2017 at 19:59

    Ne ne das S ist nicht der meist gebrauchte Buchstabe im Sauerland. Der Buchstabe tz wird viel öfters gebraucht. Zum Beispiel. Eine Mortzadwentzkrantzkertze oder lecker Bratzwurst mit Bratzkartoffeln.
    Auch der Bratzhering und der mortz Hammer passt dazu.
    Woll nich vom
    Heiko ausem Sauerland

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