Musik vom Feinsten: Susan Kent & Friends rockten den Marktplatz

Von Christel R. Radix und Ingo Rous


Schwerte. Der Top-Act am Samstag beim Pannekaukenfest hatte seinen Namen verdient: Susan Kent & Friends rockten den Marktplatz, verwandelten ihn in eine Rock- und Pop-Arena. Es war schon kurz nach 21 Uhr, als die elf Vollblut-Musikerinnen und -Musiker die große Bühne betraten. Und es ging gleich in die Vollen. Drei Bläser, Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug, ein Sänger und drei Sängerinnen heizten dem Publikum mit Pop und Rock aus den letzten Jahrzehnten, tollen Choreografien, enormer Power so richtig ein – da war Partystimmung im Publikum angesagt.

Wer sich traut, solche Klassiker der Rockgeschichte wie Child in time von Deep Purple, Whole lotta love von Led Zeppelin, School’s out von Alice Cooper oder Radar love von Golden Earring zu spielen, der fällt entweder gnadenlos auf die Fresse oder besitzt eine Qualität, die ihresgleichen sucht. Letzteres ist bei Susan Kent & Friends der Fall.

Musik vom Feinsten also auf dem Pannekaukenfest, Musik quer Beet von Mother’s Finest über Tina Turner, Peter Maffay und Joe Cocker bis hin zu besagten Krachern – die Jungs und Mädels an der Seite von Susan Kent haben’s drauf. Da singt Kate Black ihr „Whole lotta love“, dass es den Herren Plant und Page warm ums Herz geworden wäre. Mike Best geht auf in „With a little help from my friends“ in der Version von Joe Cocker – und singt es fast auch so. Susan Kent nimmt es mit Ian Gillan auf und präsentiert „Child in time“, wie man es auf einer Schwerter Bühne noch nie gehört hat. „Radar Love“ kann eine Band nur spielen, wenn sie einen starken Drummer hat – Jörg Schebaum ist so einer. So wie Stefan Breuer ein gnadenlos grooviger Bassist ist. Paddy Zimmermann an der Gitarre hat’s drauf, und über Georg Nebel an den Tasten muss man nicht reden. Der kann’s eben und wird immer besser, je lockerer er ist. Und am Samstag war er verdammt locker.

Hot legs

Netzstrümpfe, High-Heels, Lederminis und Rüschen – die Pannekaukengäste lagen den drei Powerfrauen Susan Kent, Kate Black und Kerstin Schneider auf der Bühne zu Füßen. Das Temperament, mit denen das Ensemble über die Bühne fegte, die Ausstrahlung und Vitalität ist kaum zu übertreffen. Rasante Interpretationen von „Heartache tonight“, „Addicted to love“ oder dem erotisch dargebotenen „Hot legs“ donnerten auf die begeisterte Masse hinunter.

Doch nicht nur die Sängerinnen hatten es drauf. Warmer satter Klang, ein inspirierender Groove, der Drive oder die Euphorie der starken Bläserfraktion und der Band, begeisterten das Publikum. Robbie Williams „Let me entertain you“ von dem Bassisten Stefan Breuer super interpretiert, war Programm.

Zuvor gaben wie schon 2016 „The PackAge“ mit Rockklassikern und Schmuserock Gas und strotzten dem immer wieder einsetzenden Regen. Davor gehörte die Bühne Denise Rech und Sandy Braun. „Same Degree“ nennen sich die beiden, die im vergangenen Jahr noch am STAR-Wettbewerb teilgenommen hatten.

Großer Bandsport also, der mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. So viele Menschen wie man es erwartet hatte, hatten den Weg zum Markt leider nicht gefunden – das liebe Wetter! Ein Sommernachtstraum war es ja leider nicht.

Nachfolgend Impressionen vom ersten Tag des Pannekaukenfestes:

  • Luca-Joel Schäfer

Fassanstich, Pannekauken-Contest, STAR: Das Pannekaukenfest läuft auf Hochtouren

 

 

 

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