Nach vermeintlichen Beißattacken auf Schaukeln: Stadt baut Spielgeräte erst einmal ab

Schwerte. Gibt es in Schwerte Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner auf Spielplätzen wüten lassen? Wer sich die Sitzfläche eine Schaukel anschaut, die auf dem Spielplatz an der Poststraße gehangen hat, kann schnell zu diesem Ergebnis kommen. Große Stücke sind dort aus dem Hartgummi-Material herausgerissen worden. Jetzt hat die Stadt Schwerte die Schaukel erst einmal abgebaut und überlegt, eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung zu stellen. Ein Einzelfall ist das übrigens nicht.


Auf dem Spielplatz im Stadtpark hängt mittlerweile nur noch eine Schaukel. Die zweite wird vorerst nicht erneuert.

Keine Spuren im Sand

Auch auf dem Spielplatz im Stadtpark gibt es derzeit nur noch eine Schaukel, nachdem die Sitzflächen dort mehrfach zerstört worden sind. Da berichtet die Stadt Schwerte auf ihrer Facebookseite, das berichtet aber auch der Regionalsender SAT1-NRW in einem Beitrag vom Donnerstag ( https://www.sat1nrw.de/aktuell/moegliche-beiss-attacken-auf-schaukeln-177841/ ). „Wir haben in den letzten sechs Monaten die Sitzfläche bestimmt zwölf Mal ausgetauscht“, berichtete Stadtsprecher Carsten Morgenthal auf Anfrage. Der Kostenaufwand pro Schaukel beträgt dabei rund 100 Euro. Jetzt reicht es der Verwaltung erst einmal und folgt damit einem Beispiel aus Duisburg, wo die Stadtverwaltung nach Beißattacken die Schaukel abgehängt hat. Im Gegensatz zu Schwerte waren dort Pfotenspuren im Sand gefunden worden, die Rückschlüsse auf Kampfhunde zu lassen. Mit entsprechenden Attacken auf die Schaukelsitzflächen soll offenbar die Kiefernmuskulatur gestärkt werden.

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Kommentare

Comments

  • Sabrina 7. Januar 2018 at 10:01

    Ich finde es sehr interessant, dass aufgrund der Pfotenabdrücke im Sand festgestellt wurde, dass es sich um „Kampfhunde“ handelt. Denjenigen, der dies erkannt hat, möchte ich doch wirklich gerne mal persönlich kennenlernen!!!! Was für ein Schwachsinn! Hauptsache es sind mal
    wieder Kampfhunde! Schade, dass die Medien wieder einen Sündenbock suchen!

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  • Christel Birke 6. Januar 2018 at 12:30

    Super, die pauschale Vorverurteilung, dass es sich um Kampfhunde gehandelt haben muss. Vielleicht waren es ja auch Wölfe, die derzeit auch für Alles herhalten müssen

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