Neue Wege in der Rohrmeisterei: Bürgerstiftung leistet Integrationsarbeit

Junge Flüchtlinge lassen sich in der Rohrmeisterei qualifizieren.

Schwerte. In der Rohrmeisterei geht es künftig nicht nur um gutes Essen, gepflegte Getränke, nicht nur um Kultur und Versammlungen, es geht auch um Integration. Sieben junge Flüchtlinge aus Pakistan, Ghana, Guinea, Iran und Iran haben mit einer so genannten Einstiegsqualifizierung begonnen. Dieses Qualifizierungs- und Ausbildungsprojekt für Flüchtlinge haben Rohrmeisterei, die Bundesagentur für Arbeit und der Arbeitskreis Asyl gemeinsam entwickelt.

Die Einstiegsqualifizierung ist ein arbeitsmarktpolitisches Instrument mit der vorrangingen Intention, jungen Menschen Gelegenheit zu geben, berufliche Handlungsfähigkeit zu erlangen bzw. zu vertiefen. Gleichzeitig bietet eine EQ dem Ausbildungsbetrieb die Möglichkeit, den jungen Menschen nicht nur in einem kurzen Bewerbungsgespräch kennenzulernen, sondern seine Fähigkeiten und Fertigkeiten über einen längeren Zeitraum im täglichen Arbeitsprozess beobachten zu können. Ziel ist es, den Flüchtlingen vom 1. August an einen Ausbildungsplatz in den Bereichen Küche, Service und Veranstaltungstechnik anbieten zu können. Die jungen Menschen eint, dass sie eine gute Bleibeperspektive in Deutschland haben.

Einstiegsqualifizierung ist eine Mutprobe

Die Rohrmeisterei geht dabei den Weg im Moment noch alleine. „Kein anderer Arbeitgeber beteiligt sich unseres Wissens bislang an diesem Projekt“, sagte Gregor Podeschwa von der Arbeitsagentur. Hans-Bernd Marks vom Arbeitskreis Asyl wünschte sich, dass andere Unternehmen auf diesen Zug aufspringen. Bürgermeister Heinrich Böckelühr sieht in dem Projekt ein Signal zur Ermutigung. „Wenn es die kleinen Schritte nicht gibt, kann auch kein großer folgen“, so Böckelühr. Philipp Halbach, Vorsitzender des Kuratoriums der Rohrmeisterei, sieht in dem Modell eine Mutprobe, an deren Ende eine Win-Win-Situation entstehen könne. Rohrmeisterei-Chef Tobias Bäcker attestierte den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein engagiertes Arbeiten.

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Kommentare

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  • Karl Fuchs 3. Februar 2016 at 0:10

    Vorbildhaft! Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und hoffe, dass andere Arbeitgeber nachziehen!

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