Nichts Neues im Wahlkampf

Was hat uns der Abend gebracht? Auf jeden Fall nichts Neues. Ausnahmslos haben die Kandidaten, hat die Kandidatin an Formulierungen und Inhalten aus dem bis dato geführten Wahlkampf festgehalten. Wer den bis dahin verfolgen konnte, zum Beispiel über die umfassendste Berichterstattung im Blickwinkel über Themen wie Sport, Kultur, Verkehr oder Landwirtschaft, der ist nicht überrascht worden. Gut so? Gut so, zeigt es doch eines, nämlich dass niemand aus dem Kreis der Kandidaten wankelmütig ist.


Eine Frage der Regierung

Was letztlich von wohlfeilen Absichten auch unter dem starken Druck der Haushaltssituation übrig bleiben wird, ist keine Frage des Wahlkampfes, sondern der Regierung. Einer oder eine wird sich an seinen Worten, an ihren Worten messen lassen müssen. In diesem Zusammenhang macht es meiner sicher nicht maßgeblichen Meinung nach keinen Sinn, auf Ratsmehrheiten zu verweisen oder mit dem Sparkommissar zu drohen, der, böse wie er ist, an der Grundsteuerschraube dreht bis zum Erbrechen.Und die jetzt durch Jamaika existierende Ratsmehrheit wird auf Dauer keinen Bestand haben, ginge sie doch einher mit dem Verlust von Parteiprofilen. Dass Worte nichts über die vermeintliche Qualität eines Politikers, einer Politikerin aussagen, hat doch gerade erst ein gewisser Martin Schulz bewiesen. Ob das SPD-Theater auch nach Schwerte ausstrahlen wird? Jedenfalls sind Taten gefragt – gute Absichten gibt es in dieser Richtung ausreichend.

Nicht viele auf Ballhöhe

Am 4. März werden wir wissen, wer in eine Stichwahl ziehen wird. Oder gibt es gar schon im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit? Wie wird die Wahlbeteiligung sein? Ich glaube eher niedrig. Denn der optisch überragende Erfolg der Veranstaltung in der Rohrmeisterei und die stramme Zahl von 1000 draußen im Livestream der geschätzten RN-Kollegen kann über ein Ergebnis nicht hinwegtäuschen: Nur 4,6 Prozent der wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen waren am Dienstag auf Ballhöhe.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor