NO2-Belastung: Stadt Schwerte sucht Gespräch mit Deutscher Umwelthilfe

Schwerte. Die Deutsche Umwelthilfe hat Klagen gegen über 60 deutsche Städte, darunter auch Schwerte, angekündigt. Sie will ein Dieselverbot wegen Grenzwertüberschreitungen des Stickstoffdioxid-Ausstoßes durchsetzen. Darüber berichtete der Blickwinkel am 25. August. Jetzt reagierte der zuständige  Fachbereichsleiter der Stadt Schwerte, Adrian Mork, und kündigt Gespräche mit der Deutschen Umwelthilfe an, um diese zu überzeugen, dass die Ruhrstadt für einen Großteil der Belastungen gar nicht verantwortlich sei.

„30 Prozent der Stickoxidbelastung kommt aus unseren Nachbargemeinden, 20 Prozent vom Dieselausstoß des Schienenverkehrs. Da ist jetzt auch die Deutsche Bahn AG  am Zug“, sagt Mork. Die Stadtverwaltung habe seit Veröffentlichung des Lufttreinhalteplans 2014 alle Vorgaben, die umsetzbar waren, erfüllt. Adrian Mork verwies auf das Durchfahrtverbot für LKW und auf die von ihr geforderte Verlängerung der K 20, die die Hörder Straße erheblich entlaste. Wobei das LKW-Durchfahrtsverbot nicht kontrolliert wird, was aber auch nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegt.

„Wir leisten unseren Beitrag“

„Wir als Stadt leisten auch unseren Beitrag, in dem wir ausgemusterten Fahrzeuge durch E-Fahrzeuge ersetzen werden“, sagt der Fachbereichsleiter. „All das steht auch in unserem Mobilitätskonzept, das wir gerade umsetzen.“  Einen Beitrag zur Emissions-Verringerung  habe auch das in Schwerte ansässige Unternehmen Hundhausen durch den Einsatz einer neuen Filteranlage geleistet. „Die Faktoren, auf die wir einen Einfluss haben, haben wir bearbeitet“, resümiert Adrian Mork. „Der hohe Wert, den wir für dieses Jahr noch nicht bestätigen können, da wir auf den von  der Bezirksregierung Arnsberg ermittelten Mittelwert warten, hängt von Emissionen ab, die wir nicht ändern können.“

Er setzt jetzt auf die Bezirksregierung, so dass diese den Druck auf die Deutsche Bahn AG erhöht, damit diese den Dieselausstoß senkt. „Das ist ja auch seitens Arnsberg bereits eingefordert“, bekräftigt Adrian Mork. Zudem erneuerte er seine Forderung nach einer Autobahnausfahrt an der Raststätte Lichtendorf, um den Verkehr auf der Hörder Straße zu entlasten.  In seiner Sitzung im  Mai hatte der Rat der Stadt Schwerte einstimmig die Verwaltung beauftragt, in Abstimmung mit den zuständigen Behörden einen Autobahn-Anschluss an die Sölder Straße über die Raststätte Lichtendorf-Süd zu prüfen.

Der Bericht im Blickwinkel:

Auf Schwerte rollt eine Klage zu: NO2-Belastung ist zu hoch – Dieselfahrverbot? Die Verwaltung recherchiert

Weitere Informationen finden sich hier:

http://stadt.schwerte.de/verwaltung/anliegen-von-a-z/dienstleistung/show/luftreinhalteplan-schwerte-2014.html

http://stadt.schwerte.de/verwaltung/anliegen-von-a-z/dienstleistung/show/mobilitaetskonzept-schwerte-2025/

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