Offizieller Abschied: Die Ära Heinrich Böckelühr gehört jetzt der Geschichte an

Der Bürgersaal von oben.

Schwerte. Die Ära des Heinrich Böckelühr in Schwerte gehört seit Mittwochabend endgültig der Historie an. Feierlich verabschiedete die Stadt Schwerte ihren ehemaligen Bürgermeister, der im Oktober Präsident der Gemeindeprüfungsanstalt wurde. Wenn auch nicht in Amt und Würden, so will Heinrich Böckelühr Schwerter bleiben, und zwar durch und durch. Das versicherte er den Festgästen im Bürgersaal, an der Spitze Landrat Michael Makiolla, der als Sozialdemokrat die Laudatio auf den Christdemokraten hielt – übrigens auf eigenen Wunsch des Bürgermeisters aD. Der stellte mit Blick auf den gesperrten Ratssaal und die Probleme mit dem undichten Dach launisch fest: „Kaum bin ich weg, da fällt dem Rat der Stadt auch schon das Dach auf den Kopf“.


Annerose Matzeik-Kassel und ihre Mannschaft hatten den Bürgersaal festlich hergerichtet.

Laudatio von Michael Makiolla

Landrat Michael Makiolla hielt die Festrede.

Feierlich umrahmt vom Musikerinnen und Musikern des Ruhrstadt Orchesters unter der Leitung des Städtischen Kapellmeisters Claus Eickhoff und mit der Solistin Sabine Thielmann (Gitarre) unterstrich Michael Makiolla das konstruktive Verhältnis zwischen der Stadt Schwerte und dem Kreis – ein Verdienst auch oder gerade von Heinrich Böckelühr, der 18 Jahre lang dieses Amt innehatte. Er würdigte dessen praktische Verantwortung für das Gemeinwohl der Körperschaft Kreis Unna, auch wenn es in gewissen Bereichen nicht immer einfach gewesen sei, weil Heinrich Böckelühr vehement für seine Inhalte eingetreten sei – ob Michael Makiolla dabei an die vielen Debatten über die Kreisumlage denken musste?

Große Fußstapfen hinterlassen

Jürgen Paul eröffnete den Abend.

Zuvor hatte der erste stellvertretende Bürgermeister Jürgen Paul die Bürgernähe und die unkomplizierte Art von Heinrich Böckelühr gewürdigt. „So haben ihn die Bürgerinnen und Bürger kennengelernt“, sagte Paul und stellte fest, dass Heinrich Böckelühr „große Fußstapfen hinterlassen“ hat. Der ehemalige Bürgermeister betonte, dass trotz aller inhaltlicher Unterschiede „über Parteigrenzen hinaus gemeinsam Ziele erreicht werden konnten“. Sich in Herne, dem Sitz der GPA, eingelebt zu haben, sei ihm nicht schwer gefallen. „Die Adresse dort lautet Heinrichstraße 1. Das gefällt mir“.

Hören Sie einen Ausschnitt aus der Rede von Heinrich Böckelühr:

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