Ohne Parkscheibe gibt es Knöllchen auf dem Supermarktplatz

Schwerte. Ab sofort nimmt das Einkaufen nur mit Parkscheibe auf dem Kombi-Parkplatz von Rewe und Aldi an der Margot-Röttger-Rath-Straße Formen an. Vier Stunden verteilte am Mittwoch ein Promoter kostenlos Parkscheiben an Pkw-Fahrerinnen und –Fahrer, die den Parkplatz ansteuerten. Die Parkraumbewirtschaftung durch das Düsseldorfer Unternehmen fair parken GmbH, das individuelle Parkplatzkonzepte anbietet, bedeutet, dass die Kunden der Supermärkte und auch der zur Hahn Gruppe gehörenden Geschäfte, wie beispielsweise der Imbiss, mit einer Parkscheibe zwei Stunden kostenfrei parken können.

Nötig wurde diese Maßnahme, da Pendler und auch Mitarbeiter anderer Geschäfte, Unternehmen oder Praxen, den Parkplatz tageweise blockierten. Die Aldi-Filialleiterin Frauke Hirzbruch berichtete, dass sie häufig beobachtet habe, dass Fahrzeuge, die zu ihrem Dienstbeginn dort parkten, bei ihrem Dienstschluss immer noch die Kundenparkplätze blockierten.

„Wir machen das nicht gerne“, sagte Philipp Gottschlich, Leiter Immobilien und Expansion ALDI Werl. Man habe es lange vor sich hergeschoben, da eine Parkraumbewirtschaftung auch mit Ärger seitens der Kunden verbunden sein könne. „Wir haben eine kleine Analyse durchgeführt. Fremdparker fallen auf. Viele Pendler haben den Kombi-Parkplatz Aldi/Rewe als kostenlosen Dauerparkplatz genutzt“, erklärt Peter Klim von fair parken. Übrigens: Rewe verzichtete am Mittwoch auf die Teilnahme am Medientermin.

Aldi-Filialleiterin Frauke Hirzbruch, Peter Klim von fair parken, „Parki“ Pierre Daniel Wittmann und Philipp Gottschlich (v.li.)  leiteten die vierwöchige Einführungsphase ein.

Kulantes Stornierungssystem

Die Parkraumbewirtschaftung soll im Interesse der Kundinnen und Kunden sicherstellen, dass diese für die Dauer des Einkaufs einen kostenfreien Stellplatz nutzen können. Also: Parkscheibe einlegen und zwei Stunden sind frei. Wer die Parkscheibe vergisst, oder die Höchstparkdauer überschreitet soll zahlen. Und zwar eine Vertragsstrafe in Höhe von 19,90 Euro. Die Supermarktketten verdienen offenbar nichts an den Knöllchen. Und: Ein Knöllchen kann abgewendet werden, wenn der Kunde vergessen hat, eine Parkscheibe einzulegen und einen Kassenbeleg vorlegen kann. „Wir haben ein kulantes Stornierungssystem“, so Peter Klim. Wer ein Knöllchen kassiert hat, im Besitz eines Kassenbons für die Dauer des Parkens ohne Parkscheibe hat, kann sich bei fair parken melden.

Doch noch werden keine Knöllchen verteilt. Damit sich Kunden an die neue Parkplatzregelung gewöhnen können, gibt es eine vierwöchige Einführungsphase. In den ersten zwei Wochen werden die Mitarbeiter des Anbieters fair Parken auf die neue Regelung hinweisen. Ab dem 2. August 2017 wird die fällige Servicegebühr für das Parken ohne Parkscheibe bzw. Überschreiten der zulässigen zwei Stunden nur zur Hälfte abgerechnet. Nach Ende der Einführungsphase am 16. August wird dann die vollständige Gebühr fällig.

Eine nicht repräsentative Umfrage ergab, dass das Gros der Parkplatzbenutzer in der keine Probleme mit dem Einlegen einer Parkscheibe hat. Drei Damen äußerten sich dahingehend, dass es doch nur um Geldmacherei  ginge: „Wir finden das völlig überflüssig. Wir haben noch immer einen Parkplatz bekommen.“ Ein älteres Ehepaar gab zu bedenken, dass die zwei Stunden nicht ausreichen könnten. „Wenn wir beim Bäcker im Rewe frühstücken gehen, dann unsere Einkäufe im Rewe und Aldi tätigen, dann noch Schlangen an den Kassen sind, kann das ziemlich knapp werden.“

Beschwerden über Knöllchen können bei fair parken telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular der Website, aber auch per Fax oder Post eingereicht werden.

Unter der Tel.-Nr. 0211 954337-11 ist das Servicecenter ist montags bis freitags in der Zeit von 08 Uhr bis 19 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 18 Uhr.

Per E-Mail: info@fairparken.com

Per Fax: 0211 954337-99

Per Post:
fair parken GmbH
Grafenberger Allee 337c
40235 Düsseldorf.

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