Problemzone Schützenstraße: Jetzt doch ein Burger-King?

Schwerte. Noch weiß angeblich keiner so genau, was einmal auf den freien Grundstücken in der Schützenstraße zwischen Jet-Tankstelle gebaut werden wird. Matthias Buckesfeld hat von einem „Dönerladen“ oder einem „Burger-King“ gehört – Gerüchte, die Stadtplaner Adrian Mork am Mittwoch im Ausschuss für Bürgeranregungen und -beschwerden (ABB) nicht bestätigen konnte. Doch angeblich soll sich genau dort der Bouletten-Bräter ansiedeln, berichtet die RN in ihrer Ausgabe von Freitag und beruft sich dabei auf Aussagen des Grundstückseigentümers.

Das bereitet Matthias Buckesfeld Sorgen. Der Anwohner der Schützenstraße hat einen Bürgerantrag geschrieben und darin klar formuliert hat, was er sich wünscht:

„Der Rat der Stadt Schwerte beschließt die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens mit dem Ziel „Mischgebiet (Ml)“ zur städtebaulichen Steuerung der Gesamtentwicklung des ehem. Rathaus II-­Areals und zur Sicherstellung einer angemessenen Beteiligungsmöglichkeit von Anwohnern und Angrenzern. Er verzichtet im Plankonzept grundsätzlich auf emissionträchtige und erheblich verkehrserzeugende Flächennutzungen sowie auf eine Ausweisung als „Gewerbegebiet (GE)“. Baugesuche werden bis zur Rechtskraft eines Bebauungsplans zurückgestellt.“

Bereits mit Abriss des Rathauses und Freilegung der Gesamtfläche habe sich das Stadtbild und die örtliche Situation dahingehend stark verändert, als dass „die letzten solitären Bäume an der Straße zunächst gefällt wurden und die letzten kleinen Grünflächen verschwunden sind“, schreibt Matthias Buckesfeld in seinem Antrag. Im Zuge der beiden Einzelgenehmigungen sei der Aspekt „Ortsbild“ in keinster Weise beachtet. Heute stellten sich diese Flächen als „Pflasterwüsten“ ohne jegliche strukturierende, ortsbildlangemessene Begrünung mit einer städtebaulichen Qualität dar.

Hupen stört die Anwohner

Obwohl sie es nicht dürfen, biegen hier viele Autofahrer einfach nach links ab. Nachfolgende Autofahrer reagieren mit Hupen.

„Nach der Inbetriebnahme der Tankstelle und des Waschparks hat sich die Situation darüber hinaus dahingehend erheblich verschlechtert als dass nunmehr einerseits die Geräusche der Waschhalle (Gebläse), der feine Wassernebel der Vorreinigung nebst Waschmittelgerüchen, insbesondere aber das Hupen der Autofahrer sich als extrem störend darstellt. Das Hupen der Autofahrer wird dadurch ausgelöst, dass Kunden der Tankstelle und der Waschhalle unzulässigerweise trotz verkehrsrechtlicher Anordnung (durchgezogene Linie) illegal aus dem fließenden Verkehr auf die Grundstücke nach links abbiegen. Es kommt daher zu Behinderungen des fließenden Verkehrs was die behinderten Autofahrer mit permanentem „wütendem“ Hupen beantworten“.

Matthias Buckesfeld bittet in seinem Schreiben „dringend um Berücksichtigung und Entwicklung städtebaulich qualitätvoller Ziele und Zurkenntnisnahme und Würdigung der nachbarlichen Interessen“. Die Notwendigkeit hat der Ausschuss am Donnerstag erkannt. Jetzt wird der Bürgerantrag an den Fachausschuss (Ausschuss für Infrstruktur, Stadtentwicklung und Umwelt) weitergeleitet mit der Empfehlung, ein Bauleitplanverfahren einzuleiten unter Berücksichtung der Aspekte Begrünung, Bürgerinformation und Verkehr.

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