Radstation Schwerte im Kreisvergleich führend – Aber ein Defizit bleibt noch

Schwerte. Die Radstation am Schwerter Bahnhof bleibt ein Erfolgsmodell, ist im Vergleich aller Radstationen im Kreis Unna führend, wird aber nach ersten Berechnungen auch das Jahr 2017 mit einem Defizit abschließen. Weil aber die Radstation in Schwerte integrierter Teil des Netzes von Radstationen im Kreis Unna bzw. von 66 Stationen in Nordrhein-Westfalen ist, dem Einstieg in den Ruhrtalradweg dient und somit ein Teil der Tourismusförderung ist, zögerten die Mitglieder im Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt nicht lange, der bisherigen Regelung zuzustimmen.


Die sieht auch in 2018 einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 10000 Euro vor. Voraussetzung für den städtischen Zuschuss ist die Übernahme des restlichen Defizits durch den Kreis Unna oder der DasDies Service GmbHals Tochter der AWO und als Betreiberin der Radstation. So ist das auch in den vergangenen Jahren praktiziert worden.

10000 Euro Betriebskostenzuschuss

Nach Abschluss des Jahres 2016 musste die Radstation Schwerte ein Gesamtdefizit von 29.639 EUR verzeichnen. Das erhöhte Defizit ist mit zusätzlichen Personalkosten zu begründen. Aufgrund steigender Nachfrage und vieler Aufträge war es erforderlich, eine weitere halbe Personalstelle zu schaffen. Die Radstation Schwerte beschäftigt somit seit März 2016 zwei Personen zu 50% und eine weitere Person in Vollzeit. Die Prognoseberechnungen der DasDies Service GmbH lassen für das Jahr 2017, basierend auf der ersten Jahreshälfte, wieder ein geringeres Betriebsdefizit erwarten. Es wird von einem Defizit in Höhe von 22.523 EUR ausgegangen. Grund dafür sind gestiegene Erträge im Vergleich zum Vorjahr, bei gleichbleibender personeller Besetzung.

Die DasDies Service GmbH plant für das Jahr 2018 weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Auslastung und des Betriebs. Neben der Einführung eines Stundentarifs im Fahrradverleih (75 Cent) sollen die Mitarbeiter weiter geschult und die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden. Unter Berücksichtigung der bereits durchgeführten und geplanten Verbesserungsmaßnahmen ist davon auszugehen, dass ein Zuschuss von insgesamt maximal 20.000,00 EUR (Stadt/Kreis) für das Geschäftsjahr 2018 ausreichend sein wird.

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Kommentare

Comments

  • Thomas Keuthen 27. Januar 2018 at 10:39

    Sehr geehrter Herr Rous,
    vielen Dank, dass Sie meine Frage in der Ausschusssitzung so aufgegriffen haben. Meine Frage war dahingehend ob bereits Einvernehmen zwischen denen, die hier noch etwas auf den Tisch legen sollen, besteht. So ganz klar ist das nicht. Trotzdem ist das Engagement, auch der AWO, zu loben. Und noch etwas:
    Der Vortrag hat deutlich gemacht, dass es sich um ein sehr modernes Unternehmen handelt, dass sich mit einem voll auf das Internet gestützten Handlungsprinzip am Markt bewegt. Da kann man nur gratulieren und die Sache – auch aus sozialen Erwägungen – unterstützen. Das hat der Ausschuss einstimmig getan. Es wäre nett, wenn man die APP zum Herunterladen des Angebots noch erfahren könnte. Ich denke, die wird viele Bürgerinnen und Bürger interessieren.
    Gruß Thomas Keuthen (für die WfS-Fraktion)

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