Riesenerfolg für Doku-Film „Hallöchen aus Ergste“

Ergste. Der südliche Stadtteil von Schwerte ist ein Ort, der viel zu bieten hat. Das ist die Ansicht von Elias Passavanti und Gunther Gerke. Die zwei umtriebigen Ergster, haben einen Dokumentarfilm produziert, der am Freitagabend im Gemeindezentrum Welturaufführung feierte. 150 geladene Gäste, roter Teppich, Sektempfang, Blitzlichtgewitter, auf Zelluloid gebannt von Kreis TV Unna und Sat 1 – das hatte schon etwas von großem Kino.

150 geladene Gäste, darunter einige, die im Film mitgewirkt haben, wohnten der Welturaufführung bei.

„Die Idee zu diesem Film hatten wir im Dezember letzten Jahres“, erzählen Elias Passavanti und Gunther Gerke. Sie haben sich zusammengesetzt, und die Einfälle, was, wer, wo und wie in diesem Film eine Rolle spielen sollten, wurde beim Genuss einer Flasche „Ergster Wolfstränen“ konzipiert. Auch der Titel war schnell gefunden: Wie begrüßt man sich in Ergste, war die Frage. Natürlich mit Hallöchen.

Der Frage nachgehend, was bewegt Ergste, machten sich Elias Passavanti und Gunther Gehrke mit der Kamera und dem Mikrofon auf den Weg um bekannte und auch weniger bekannte Stellen in Ergste aufzusuchen. Sie haben bekannte Bewohner zu Wort kommen lassen und auch Filmsequenzen gedreht. Entstanden ist ein 135-Minuten-Film, der zeigt, wie viel Interessantes der Ortsteil zu bieten hat – und der Humor fehlt auch nicht.

Messerwerfer und Werwolf

Da trifft Reinhild Murawski-Topel als Dame von Welt auf eine Dame am Ergster Bahnhof ein, und begegnet einer Dame aus dem horizontalen Gewerbe, die ihr von dem bewegten Nachtleben an der Ruhrtalstraße erzählt. Die Filmemacher besuchen Ute Schneider in der gleichnamigen Traditionsgaststätte nach deren Schließung, das Bürgerbad Elsebad, die JVA oder auch die Volksbühne Ergste. Ja und wer kennt Isra Indra? „Das ist die Ehefrau des bekannten Messerwerfers Jonny King. Sie hat das Handwerk übernommen“, erklärt Gunther Gerke. Und so fliegen in dem Film „Hallöchen aus Ergste“ auch die Messer haarscharf an einem lebenden Objekt ins Ziel. Und dann hat sich der Sage nach vor mehr als 300 Jahren ein Werwolf in Ergste rumgetrieben…

Film ab hieß es um kurz nach 20 Uhr.

Gunther Gerke und Elias Passavanti waren am Freitagabend schon ein wenig nervös. Zuerst wurde mit jedem Gast ein Erinnerungsfoto von der Gervanti Filmproduktion geschossen, dann stellten sich die zwei ganz souverän den Fragen des Moderators Jörg Przystow, bevor es endlich hieß: Film ab. Kaum erschien der Titel auf der großen Leinwand, sangen die Gäste den Soundtrack „Hallöchen aus Ergste“, komponiert, getextet und gesungen von den Slodkis, das sind Gunther Gerke und Michael Blaschzyk. Das Lied, das auf facebook und you tube eingestellt wurde, ist ein Internetknaller und wurde bislang mehr als 50.0000 aufgerufen. Mit fast ausschließlich positiven Kommentaren.

Großer Erfolg lässt auf Teil 2 hoffen

Und ausschließlich positiv ist auch die „Welturaufführung“ angenommen worden. „Ich bin begeistert. Der Mix aus Information und Unterhaltung – einfach grandios“, war die Aussage eines Gastes, der die Meinung der Premierenbesucher widerspiegelt. Es gab Riesenapplaus und viel Stoff zum Plaudern bei der anschließenden Aftershowparty.

Gespannt sein können die Ergster, ob es eine Fortsetzung geben wird. „Wenn das ein Erfolg wird, werden wir Teil 2 produzieren“, bekannten Elias Passavanti und Gunther Gerke vor dem Filmstart. Stoff genug würde es geben, denn „in dem Film ist nicht alles, was Ergste zu bieten hat“. Übrigens handelt es sich bei „Hallöchen aus Ergste“ um einen „No-Budget-Film“, den die zwei ausschließlich in ihrer Freizeit produziert haben. Ein Jahr haben sie Material gesammelt und sich drei Mal in der Woche getroffen. Und:  „Alle, die mitspielen, waren kooperativ und haben keine Gagen verlangt.“

Die zwei öffentlichen Vorführungen von „Hallöchen aus Ergste“, am 5. November und 1. Dezember im Gemeindezentrum St. Monika sind restlos ausverkauft. Aber vielleicht können sich mit Hilfe der nach dem Dreh gefundenen Sponsoren, noch weitere Vorstellungen verwirklichen. Die Nachfrage ist schon jetzt groß.

Einige Impressionen:

Elias Passavanti und Gunther Gerke

Die zwei sind dem Ortsteil eng verbunden. Der eine, Elias Passavanti, passionierter Filmemacher in seiner Freizeit, beschert den Bewohnern seit Jahren in den Wintermonaten stets ausgebuchte Kinoabende im Gemeindezentrum St. Monika. Der andere, Gunther Gerke, ausgebildeter Tenor, ist weit  über Ergstes Grenzen hinaus bekannt mit seiner Operettenbühne und als Direktor eines eigenen Theaters. Beiden ist gemein, dass sie hauptberuflich als Erzieher arbeiten.

 

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Kommentare

Comments

  • Gunther Gerke 7. November 2017 at 21:50

    Wir danken allen, die gekommen sind, für die unbeschreibliche Atmosphäre, die Ihr durch Eure Anwesenheit mitgestaltet habt, und Dir liebe Christel für die wunderderbare Berichterstattung. Es war wirklich ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Bis zum nächsten Mal Eure GERVANTI-FILMPRODUKTION Elias und Gunther

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