Schwerte platzte am Sonntag aus allen Nähten

Schwerte. Wer hätte das gedacht: Auf Regen folgte am Sonntag herrlichster Sonnenschein. Und der lockte wahre Menschenmassen in die Ruhrstadt. Rappelvoll war die Innenstadt. Denn da lockte der verkaufsoffene Sonntag, die Kunsthandwerkermeile, Tanz und Musik auf dem Steinemplatz, Treckershow in der Rathausstraße, das Schwerter Puppentheater, Beachzone auf dem Postplatz, die Eisenbahnerfreunde mit Dampflok und Anhängern, der letzte Tag des Pannekaukenfestes auf dem Großen Markt und all über all der Geruch der frisch gebackenen Schwaierter Pannekauken.


Das Pannekaukenfest am Sonntag

Mit einer Neuheit ging es am Sonntag auf der großen Bühne weiter. Kräuterfunk & Bassdrum, die neun-köpfige Schwerter Formation, begleitete das Publikum musikalisch zwischen den Programmpunkten. Immerhin spielte die Band insgesamt mehr als zwei Stunden. Soul- und Funkklassiker, die sich mit eingängigen eigenen Songs abwechselten unterhielten das Publikum bestens und sorgten für eine Superstimmung.

Flammkuchen, Crepés, Pannekauken oder Currywurst statt Sonntagsbraten. Schon am Mittag waren die Stände auf dem Großen Markt dicht umlagert. Zeitweilig kamen die Reibekuchenbäcker der Nachfrage kaum noch nach. Auf der Bühne wechselte sich Live-Musik mit Tanzvorführungen einer Hip Hop-Formation der Tanzschule Thiele ab. Der schon gut gefüllte Marktplatz füllte sich zusehends und die Besucher fieberten dem letzten Programmpunkt entgegen: Dem Auftritt der Schwerter Operettenbühne um Direktor Gunther Gerke.

Mit ihrem neuen Programm „Schalt das Radio ein“, gedachten die zwei Sängerinnen und sechs Sänger, vielen der in diesem Jahr verstorbenen Schlagerstars wie Dahlia Lavi, Chris Roberts, Andrea Jürgens oder Gunther Gabriel. Die Operettenbühne überzeugte wieder einmal mehr mit ihren Stimmen, Kostümierungen, Choreografien und komödiantischen Einlagen. Und das Publikum dankte nicht nur mit viel Applaus, sondern erwies sich auch als sehr textsicher und schunkelfreudig.

Voll war’s am Sonntag in Schwerte.

Der Ehrenamtspreis

Um kurz nach halb zwei hieß es für einige Minuten innehalten. Die Verleihung des Wanderehrenpreises, die 6,2 Kilogramm schwere Pannekaukenfrau, wurde in diesem Jahr posthum an die am 4. August verstorbene Diethild Dudek verliehen, respektive wurde ihr gewidmet. Ihr großes Engagement als Schichtmeisterin, Oberschichtmeisterin, Initiatorin vieler gemeinnütziger Aktionen wie „Schwerte putz(t) munter“, hat sie auch das Pannekaukenfest vor 21 Jahren ins Leben gerufen.

Der verkaufsoffene Sonntag

Pünktlich um 13 Uhr öffneten die Geschäfte in der Innenstadt. In den Fußgängerzonen riss der Strom der flanierenden Menschen aus nah und fern nicht ab. Und an jeder Ecke Aktionen: Auf dem Postplatz konnten die Kleinen mit einer Miniaturdampflock und Anhängern ihre Runden drehen, in der Beachzone chillten Besucher bei Cocktails, auf dem Steinemplatz gab es stündliche Tanzvorführungen der Tanzschule Thiele, Bücherflohmarkt und Kinderschminken in der Mährstraße und die Kunsthandwerkermeile lockte viele Besucher.

Das Puppentheater

Zu jeder vollen Stunde, ab 13 Uhr, öffnete sich der Vorhang für Kasperle und seine Freunde. „Kasper und macht Ferien“ hieß es in diesem Jahr. Geschrieben von Touristikfachmann Uwe Fuhrmann, agierten hinter der Bühne Thomas Emde und Wolfgang Güttler. Und das Stück begeisterte nicht nur die Kinder. Fröhliches Lachen erklang aus dem stets gut gefüllten Zelt auf dem Postplatz. Gebannt verfolgten die Zuschauer Kaspers Reisevorbereitungen und seine Fahrt zum Schloss Himmelshof.

Hier sind unsere Fotoimpressionen vom Sonntag:

  • Foto: Christel R. Radix

Musik vom Feinsten: Susan Kent & Friends rockten den Marktplatz

 

 

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