St. Viktor und seine Kunstwerke: Eine Kirche wird betrachtet

Schwerte. „St. Viktor in Schwerte und seine Kunstwerke“ – so ist ein Kolloquium überschrieben, das am 23. September (Samstag, 9 – 16.30 Uhr) ganztägig im Martin-Luther-Saal des Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte und in der Kirche stattfinden wird. Es ist offen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Schwerte, kommt aus der Kolloquiums- und Buchreihe „ars ecclesia: Kunst vor Ort“ und mündet in einer Publikation in allgemein verständlicher Sprache.

Ulrich Halbach, Kirchmeister der Schwerter Gemeinde, und Dr. Niklas Gliesmann aus dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technischen Universität Dortmund stellten das Projekt am Dienstag auf einem Medientermin im Gemeindezentrum vor. Es führt Wissenschaftler und Kunsthistoriker nach Schwerte, u.a. auch Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, ehemals Direktor des Landesarchivs und gebürtiger Schwerter. Er spricht um 9.15 Uhr über „Schwerte im 15. Und 16. Jahrhundert“.

„Eine wunderbare Veranstaltung“

Kolloquien wie das in Schwerte finden einmal im Jahr in einer Kirche statt, bisher in Idstein i.T., Frankenberg, Xanten, Netze und Lüneburg. Daraus sind bislang vier Bände im Jonas Verlag erschienen: http://www.jonas-verlag.de/jonas/reihen/ars-ecclesia/ . „Die gewonnen Erkenntnisse eines solchen Kolloquiums stärken das Wissen um die Einmaligkeit der Objekte, steigern die Wertschätzung und unterstützen notwenige Konservierungs-und Restaurierungsmaßnahmen“, erklärt Dr. Niklas Gliesmann. St. Viktor beherberge mit dem Antwerpener Schnitzaltar, der barocken Kanzel, seinen Alabasterfiguren und spätmittelalterlichen Bildwerken bedeutende Zeugnisse des einstigen kulturellen Lebens und der weiten Handelsbeziehungen und ist das architektonische Wahrzeichen der Stadt. Somit ist das Kolloquium am 23. September „eine wunderbare Veranstaltung, die der Bildung dient“, so Ulrich Halbach.

Live-Gottesdienst am 7.1. im ZDF

Dass der Antwerpener Schnitzaltar restauriert werden muss, ist bekannt. Ein Gefach des Retabels mit einer Szene der Heiligen Drei Könige erfährt als erstes eine Restaurierung. Sie soll bis zum 7. Januar fertig sein. An diesem Tag überträgt das ZDF live einen Gottesdienst aus der St. Viktorkirche. Danach wird der Altar eingerüstet, die Restaurierung beginnt. Dazu gehört auch das Entfernen einer abgelagerten Schmutzschicht, der den Altar stumpf erscheinen lässt. „Wir wollen aber wieder einen goldenen Altar haben“, unterstreicht Ulrich Halbach die Notwendigkeit dieses 100000-Euro-Projektes, für das immer noch Spenden gesammelt werden.

Mehr zur Restaurierung und das Spendenkonto finden sich auf dieser Seite.

Zum Ablauf des Tages geht es hier

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor