Schwerter Seniorenkonferenz: Politik setzt sich für die Belange älterer Menschen ein

Schwerte. Eine Seniorenkonferenz wird den Belangen älterer Menschen in Schwerte mehr Gewicht verleihen. Die nicht ganz neue Idee wurde am Donnerstag auf die politische Schiene gesetzt. Der Generationenausschuss hat sich auf seiner Sitzung mit Anträgen der SPD und der CDU zum Thema beschäftigt. Mit den Stimmen von Grünen und WfS hat sich der weiter gefasste Antrag der CDU durchgesetzt. Im Kern ist der Inhalt des SPD-Antrags identisch.


Unabhängige Seniorenvertretung

„Die ehrenamtlichen Bürgermeister werden gebeten, zu einer Gründungsversammlung für eine selbstorganisierte Stadtseniorenvertretung einzuladen“, heißt es in dem Antrag der SPD. Die Einladung soll sich an alle in Schwerte tätigen Organisationen und Einrichtungen richten, die in der Seniorenarbeit tätig sind. Personen, die sich für die Seniorenarbeit interessieren, sollen ebenfalls eingeladen werden. In der Begründung heißt es: „Der Generationenausschuss begrüßt und fördert die Gründung einer selbstorganisierten Stadtseniorenvertretung. Es gibt in Schwerte keine von der Politik unabhängige Seniorenvertretung, die sich speziell mit den Belangen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger befasst. Es gibt eine Reihe von Themen, die nur im Kreis gleichaltriger und betroffener Menschen besprochen werden können. Dazu gehören die Aspekte öffentliche Toiletten, Rollator-TÜV, Fragen der Hygiene, bezahlbare Seniorenwohnungen u.v.m.“

Seniorenkonferenz schon ab 2018

Die CDU möchte eine Schwerter Seniorenkonferenz schon im nächsten Jahr an den Start bringen „und hiernach jede zwei Jahre seitens der Verwaltung, ggf. unter wechselnder Beteiligung in der Ausrichtung von freien Trägern, eingerichtet werden. Dabei richtet sich die Seniorenkonferenz an alle in Schwerte Engagierten in Organisationen und Einrichtungen, die in der Seniorenarbeit tätig sind und außerhalb dieser strukturellen Beteiligung an diejenigen, die an der Seniorenarbeit interessiert sind oder aufgrund ihrer Expertise zu Themen der jeweiligen Schwerter Seniorenkonferenz beitragen können.“ Insbesondere denjenigen, „die nicht bereits über die Zugehörigkeit zu Seniorenvertretungen der politischen Parteien hinaus Einfluss auf die im Rat der Stadt Schwerte vertretenen Ratsfraktionen nehmen können, soll die Möglichkeit der niederschwelligen, politischen Partizipation im Generationenausschuss gegeben werden. Hierbei soll die Möglichkeit bestehen, solche Anliegen, die bereits über das Stadium reiner Ideen hinaus gediehen sind, postalisch oder über eine verwaltungsseits zu bestimmende Mailadresse, einzureichen. Darüber hinaus soll ein stets geführter Tagesordnungspunkt „Senioren“, wie der der Inklusion, dazu dienen die eingereichten Anliegen darzustellen und darüber hinaus dazu beizutragen, dass seniorenrelevante Punkte einen zuverlässigen Platz auf der Tagesordnung des Generationenausschusses erhalten.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Comments

  • Heiko Haarmann 17. November 2017 at 8:47

    Die Jamaika Koalition in Schwerte hat verhindert, dass sich die Schwerter Senioren organisieren können.
    Diese Koalition will alleine entscheiden was für Senioren wichtig ist. Gestern war ein schwarzer Tag für die Senioren in Schwerte.

    Reply
    • Egon Schrezenmaier 20. November 2017 at 13:29

      Sehr geehrter Herr Haarmann, ich möchte Sie bitten, auch wenn Sie mit Ihrem SPD Antrag eine herbe Niederlage erlitten haben, keine Alternative Fakten darzustellen. Die CDU will mit ihrem Antrag den Anliegen der Seniorinnen und Senioren mit einer Seniorenkonferenz in besonderer Weise Rechnung tragen und konnte sich mit dem Antrag einer überwältigenden Mehrheit aus CDU, Grünen und WfS gewiss sein. Darüber hinaus hat die CDU ein Mitspracherecht auch für nicht organisierte Seniorinnen und Senioren auf den Weg gebracht. Dass die SPD unserem Antrag nicht mitgestimmt hat, lässt uns von der CDU immer noch kopfschüttelnd zurück. Durch die namentliche Abstimmung kann in Zukunft dann sehr wohl nachvollzogen werden, wer die Rechte der Seniorinnen und Senioren stärken und ernst nimmt. Wir hätten uns gewünscht, dass die SPD nicht nur an ihrem Antrag fest klebt, sondern dem CDU Antrag folgt und damit weitreichende Beteiligung der Senioren ermöglicht. Wir als CDU sind davon überzeugt und freuen uns, dass wir diesen neuen Schritt für eine gelebte Bürgerkommune auf den Weg gebracht haben.
      “ Neue Wege gehen, nah am Bürger sein „

      Reply

Über den Autor