Stefan Barthel – „er will Bürgermeister!“

Schwerte. Der fünfte Kandidat auf das Bürgermeisteramt in Schwerte hat seinen Hut in den Ring geworfen: Stefan Barthel aus Westhofen. Am Dienstag hatte der 39-jährige Thorsten Heller seine Kandidatur bestätigt. Vor ihm war Jens Kritzler den beiden politischen Kandidaten Adrian Mork (CDU, Grüne, FDP) und Dimitrios Axourgos (SPD) gefolgt. Seit Freitag bewirbt sich nun auch Stefan Barthel als parteiunabhängiger Kandidat. Lange im Voraus habe er sich mit dieser Idee beschäftigt, verrät der 36-jährige Barthel. „Mir war wichtig, dass meine Familie hinter mir steht. Weitere wichtige Voraussetzung war auch, das notwendige Know-How mitzubringen für den Start in solch ein wichtiges Amt“.


In Westhofen aufgewachsen

Stefan Barthel wurde 1980 in Schwerte geboren und ist in Westhofen aufgewachsen. Nach dem Besuch der Westhofener Reichshofschule (damals noch Gemeinschaftsgrundschule Westhofen) und dem Abitur an einem Hagener Gymnasium studierte er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Dortmund. Beruflich ist der Diplom-Kaufmann als Finanzconsultant im kommunalen Umfeld tätig. „Ich berate Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, derzeit leite ich im Rahmen von Softwareumstellungen Projekte im Bereich Steuern, Gebühren und Abgaben. Durch meine tägliche Arbeit konnte ich die öffentliche Verwaltung bestens kennenlernen und aus vielen Blickwinkeln betrachten.“ Diesem Umstand sei Dank, konnten so viele Arbeitsprozesse bei Kunden vor Ort optimiert werden.

Schütze und Schauspieler

Seit jeher ist der Kandidat vielseitig interessiert; so unternahm er Ausflüge in den Lokalfunk (Antenne Unna), auf die Ergster Volksbühne und zuvor schon auf die Naturbühne Hohensyburg. Im Herzen ist er stets Schwerter geblieben. „Seit ich denken kann, bin ich als Schütze bei den Westhofener Reichshofschützen mit dabei“, lacht Barthel. „Außerdem mache ich gerne Musik, wann immer es meine Zeit zulässt“. Und zuletzt hat er mit seinem Freund Peter Grafe viele Veranstaltungen organisiert, deren Erlöse immer einem guten Zweck zugeführt wurden. „Mit den Westhofener Weihnachtsmärkten haben wir unter anderem unsere Kindergärten, die DLRG, die Reichshofschule, die freiwillige Feuerwehr und viele andere unterstützen können“. Seit dem Tod Peter Grafes veranstaltet Stefan Barthel gemeinsam mit seiner Freundin Rebekka Lagemann das Westhofener Weinfest.

Brücken bauen

Bei der SPD saß er einige Jahre im Vorstand des Stadtverbandes und als sachkundiger Bürger im Verwaltungsrat des KuWeBe. In diesem Jahr entschied er sich jedoch zum Austritt aus der Partei. „Ich konnte einiges nicht mehr gutheißen. In der (Kommunal-)Politik wird gerne gegeneinander gearbeitet. So kommt man aber nicht weiter, so kann man gute Ideen für die Bürger nicht umsetzen. Macht eine Partei einen guten Vorschlag, wird dieser von den Mitbewerbern oft zerrissen oder gar blockiert. Gepflegter Streit ist zwar zentrales Element unserer Demokratie – im Sinne unserer Wähler zu agieren aber auch! Und genau hier liegt der Grund für meine Bewerbung um die Kandidatur: Ich bin überzeugt, dass die Stadt Schwerte einen Bürgermeister braucht, der Brücken bauen kann, der vermitteln kann. Der gute Ideen zusammentragen und umsetzen kann und eben nicht seiner Parteilinie stur folgen muss. Soll für die Schwerter Bürgerinnen und Bürger etwas erreicht werden, ist Zusammenarbeit und Zusammenhalt parteiübergreifend zwingend notwendig – und dafür stehe ich. Ich sehe es für das Amt des Bürgermeisters sogar als großen Vorteil an, kein Parteibuch zu haben.“

Viele Gespräche führen

Ohne Partei im Hintergrund benötigt ein Bewerber genau 190 Unterschriften aus der Schwerter Bevölkerung, um als Kandidat zugelassen zu werden. Woher kommen die Unterschriften? „Ich habe im Vorfeld bereits viele Gespräche mit Bürgern geführt und möchte weiterhin mit vielen Schwertern ins Gespräch kommen. Ich möchte von meiner Idee und von mir als Person überzeugen. Auf diesem Wege Unterstützer für mich zu gewinnen, das ist mein Weg und mir persönlich wichtig. Ich freue mich auf die kommenden Monate und die vielfältigen Gespräche und Themen, die ich mit meinen Mitbürgern führen möchte. Es wird neben dem Beruf gewiss eine stressige Zeit, aber ich möchte wirklich jedem für ein Gespräch zur Verfügung stehen.“

Wer den Kandidaten bereits kennenlernen und unterstützen möchte, erreicht ihn via Facebook oder per Email unter Stefan.Barthel@go4more.de Wenn Stefan Barthel die Unterschriften an das Wahlamt der Stadt Schwerte übergibt, hat er bereits eines bewiesen: „Er will Bürgermeister!“

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Kommentare

Comments

  • Jan Schmid 3. November 2017 at 17:26

    Abitur? Studium? Aus der SPD ausgetreten ? Und obendrein auch noch Ahnung von Finanzen ? Nach den Berichten über die letzten Kandidaten hatte ich ehrlich gesagt schon die Hoffnung aufgegeben. Ich drücke Herr Barthel von ganzem Herzen die Daumen. Meine Stimme hat er…….

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