Susan Kent und Franziska Mense-Moritz: Erst fingen sie ganz langsam an, aber dann!

Schwerte. Sie können es teilen wie Sie wollen: Jedes Ding hat zwei Hälften, auch eine Kabarett- und Comedyveranstaltung. Das war gut so, denn am Mittwoch konnten Franziska Mense-Moritz und Susan Kent so ihr Ding noch aus dem Feuer reißen. Erst fingen’se ganz langsam an, aber dann, aber dann! Am Ende gab’s sogar stehende Ovationen.


Zwei Tännschen.

„Es brennt der Baum“ war der Abend im City Center überschrieben. Hätte da nicht ein „Tännschen“ auf die Bühne gemusst? Na, dafür gab’s ja Ende gleich zwei, lebendige sogar, mit Kugeln im Haar und an der Hüfte Ba… – nee, das ist was anderes. Und wo waren die avisierten skurrilen Weihnachtslieder? Vielleicht hatte das Publikum (170 Menschen waren gekommen) mehr Weihnachtliches erwartet. So wollte der Funke knapp drei Wochen nach dem ersten Besuch der beiden Vollblut-Entertainerinnen zunächst nicht so recht überspringen. Aber Susan Kent und Franziska Mense-Moritz wären nicht sie selbst, wenn sie nach der Pause nicht so richtig Gas gegeben hätten.

Arbeit ist was für Amateure

Der Wemser.

Und endlich wurde es auch ein bisschen weihnachtlicher, stand doch auf einmal der Nikolaus auf der Bühne. Er hatte sich seinen eigenen Reim auf die Melodie des Cocker-Klassikers „Unchain my heart“ gemacht. Der Titel: „Ganz schön behaart“. Dann kam der Wemser. „Arbeit ist was für Amateure“, befand der Assi und erklärte aus Zeiten ehemaliger Arbeitsverhältnisse, dass aus Schokoladennikoläusen Osterhasen würden und umgekehrt und ab und zu auch mal ein Verlegenheitsmaikäfer und das die Luft in Hohlblockschokolade niemals gewechselt würde. Spitze, dieser Auftritt!

Angie war da, die Frau aus dem Tiefenreich, die Tucke aus Templin. Tina Turner erklärte ihren Weihnachtsstress. Schließlich beichtete eine Nonne der anderen, dass sie sich nach dem Sarottimohr in Heintje verliebt habe. Jetzt sei sie möglicherweise schwanger, aber nicht von Heintje, sondern vom Bischof. „Innerbetriebliches Pimpern geht selten gut“, stelle Nonne Franzi fest. Naja, am Ende ist es ja noch mal gut gegangen, aber wenigstens wissen wir jetzt hier in Schwerte, wie Nonnen einen Schwangerschaftstest machen – so wie alle anderen auch: „Drauf strullern und fünf Minuten warten“.

Hören Sie, was Sivita Karakus zum Abend sagt. Die Chefin des Café Herrlich war Gastgeberin.

Susan Kent und Franziska Mense-Moritz.

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