VfL schreibt an den Rat: Mit Fusion Amateurfußball qualifizieren und Kunstrasen finanzieren

Schwerte. Der Kunstrasen im Stadion Schützenhof muss erneuert werden. Das soll die Stadt Schwerte finanzieren, sagen Vorstand und Wirtschaftsrat des VfL Schwerte, der auf dem Schützenhof seine Heimat hat. Der VfL beruft sich dabei auf vertragliche Abmachungen mit der Stadt Schwerte und bringt in einem langen Schreiben an die Mitglieder des Rates erneut den Gedanken an eine Fusion mit anderen Vereinen ins Gespräch. Eine Fusion könne die Finanzierung des Projekts Kunstrasen auf dem Schützenhof sichern.

FC Union Schwerte

Für eine Fusion hat sich der VfL Schwerte zuletzt mehrfach stark gemacht, allerdings nirgendwo offene Türen eingerannt. Nach wie vor gibt der Verein Signale in diese Richtung ab, spricht von einer Verdichtung der Vereine im Interesse eines qualifizierten Amateurfußballsports und widerspricht Meinungen, nach denen eine wirtschaftliche Not den VfL zur Bereitschaft führt, die historisch gewachsene Identität gemeinsam mit den Fusionsvereinen aufzugeben und in einen Verein namens „FC Union Schwerte“ zu überführen. Zentraler Spielort soll dann der Schützenhof sein.

Die Stadt muss finanzieren

Natürlich sei dem VfL die finanziell angespannte Lage der Stadt bewusst. Gleichwohl verweist er auf ein Vertragswerk mit der Stadt und kommt zur Erkenntnis: „Im Ergebnis hat die Stadt Schwerte nach 15 Jahren die Finanzierung eines neuen Kunstrasenbelages vorzunehmen.“ Geld dafür soll die Stadt nun aus dem Verkauf der Sportplatzflächen in Wandhofen und Schwerte-Ost akquirieren. Hier könnten Wohnungen entstehen, dort Gewerbe angesiedelt werden. Keinesfall gehe es darum, „den VfL Schwerte zu stabilisieren, den ETuS/DJK Schwerte und den TuS Wandhofen von der Fußballkarte verschwinden zu lassen“, sondern um – siehe oben – die Qualifizierung des Amateurfußballs in der Stadt.

Ein neues Zeitfenster

„Wenn dann aus diesen Teilerlösen die Sportplatzfläche Schützenhof saniert wird, be­steht ein weiteres Zeitfenster von 15 Jahren, um dann die Erkenntnisse der Weiterent­wicklung des Profi- und Amateurfußballs in die Standortfrage des Schützenhofes mit einfließen zu lassen“, schreiben Vorstand und Wirtschaftsrat. Demnach unterstützt der VfL Schwerte die Bebauungsaktivitäten der GWG auf dem Freizeit-Allwetterbad-Gelände –  „natürlich unter dem Gesichtspunkt der Duldung und Akzeptanz der Sportplatzanlage Schützenhof. Ebenso unterstützt der VfL die Überlegungen eines Discounters, die Flächen VfL-Vereinsheim und Tribüne so­wie das benachbarte Taubenhaus für eine Marktplatzverlegung umzufunktionieren. Dieser letztgenannte Punkt muss allerdings sehr sensibel angepackt werden. Es müssen erst konstruktive Planungsüberlegungen zur Verlegung des Sportplatzes innerhalb der Schützenhofflächen vorgenommen werden.“

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