Weibsbilder-Abende – ein Selbstläufer

Schwerte. Die Weibsbilder Abende haben Tradition: Immer dienstags, fünf Mal im Jahr, immer in der Rohrmeisterei, findet unter dem Motto „Gusto und Genuss – gestern und heute“ ein Abend von Frauen für Frauen statt – und das seit 2004.

Veranstaltet wird die Reihe von der Rohrmeistereistiftung und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Schwerte. An den Weibsbilder-Abenden wird ein Blick auf die Geschichte oder Geschichten von Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart geworfen, kulinarisch begleitet mit einem Fünf-Gang-Menü aus der Rohrmeistereiküche.

Historie trifft auf Gegenwart

Historische Frauenthemen oder Frauen aus der Geschichte, werden in Schwerte lebende Frauenpersönlichkeit mit ihrer Profession oder ihrem Talent gegenübergestellt. Schauspielerinnen, Autorinnen oder Sängerinnen stellen historische Frauen und ihre Themen auf der Bühne dar und vor. Daran knüpft die Gleichstellungsbeauftragte Birgit Wippermann die Vorstellung einer Gegenwartsfrau. So stellte beispielsweise die Französin Suzanne Bohn, Journalistin, Übersetzerin und Conférenciers, die französische Bildhauerin und Malerin Camille Claudel vor, die auf die Organisatorin der Schwerter Kunstmeile Erika Neviandt-Neumann traf. Oder Jule Vollmer, Schauspielerin und Sängerin, stellte Florence Nightingale vor und traf auf die Pflegedienstleisterin im Marienhospital Monika Hilsmann. Bohn und Vollmer zählen in der Reihe zu den meist engagiertesten und beliebtesten Künstlerinnen bei den Weibsbildern.

Vom Glaskasten in die Halle 3

Birgit Wippermann und Anke Skupin, die sich damals noch die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten teilten, und Rohrmeisterei-Chef Tobias Bäcker hatten die Idee und arbeiteten das Konzept für diesen Frauenabend aus. Die Inhalte der Reihe werden von der Gleichstellungsbeauftragten, die an ihrer Seite Gudrun Körber, Helga Hübner und Jennifer Petroll von der AG Schwerter Frauen weiß,  festgelegt und organisiert. Die Rohrmeisterei präsentiert ihre Gastronomie und finanziert die Künstlerinnen. „Wir halten das alles möglichst klein. Es steht kein Riesenapparat dahinter“, so Birgit Wippermann.

Der erste Weibsbilder-Abend fand im Glaskasten der Rohrmeisterei statt. 50 Zuschauer seien es damals gewesen, erinnert sich Birgit Wippermann. Stetig wuchs die Zuschauerzahl – aus den anfänglichen 50 überwiegend weiblichen Gästen wurden an die 300. Vom Restaurant ging es zuerst ins Foyer, dann in die Halle 3. Stets ausgebucht waren die Weihnachts-Specials, bei denen die Unterhaltung im Vordergrund stand und steht.

Mittlerweile hat sich die Zuschauerzahl auf um die 100 eingependelt. „Die Weibsbilder-Abende sind ein Selbstläufer. 100 Zuschauerinnen ist ein schöner Rahmen“, sagt Birgit Wippermann, „je mehr Gäste, desto länger dauert die Veranstaltung.“ Und das liegt in dem Servieren des 5-Gänge-Menüs begründet. Da habe es auch schon Unmutsbekundungen gegeben, wenn der Zeiger der Uhr jenseits der 22 rückte.

Der nächste Weibsbilder-Abend:

5. Dezember: Weihnachtsspezial

„MITBEWOHNERIN GESUCHT!“

Eine Hör-Spiel-Lesung mit Illustrationen und Musik
von und mit Jule Vollmer

 

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