Weihnachtslesung und Harfenspiel: ein perfekter Abend mit Nina Hoger und Ulla van Daelen

Schwerte. Das war Weihnachten mal ganz anders. So herrlich friedlich, absolut entspannend. Auch wenn am Donnerstag Plätze frei blieben in Halle 2 der Rohrmeisterei, so war es doch gut, dass Eva Stapper, Inhaberin der Ruhrtal Buchhandlung, Nina Hoger und Ulla van Daelen für diese einzigartige Mischung aus Lesung und Harfenspiel gewinnen konnte. „Weihnachtsschmaus“ nennen die beiden Künstlerinnen ihr Programm. Und ja, es war ein Schmaus für fast alle Sinne. Die, die gekommen waren, mussten ihr Kommen weiß Gott nicht bereuen.


Auch Nina Hoger ließ sich vom Harfenspiel in den Bann ziehen.

Ulla van Daelen eröffnete den Abend und machte deutlich, warum die Harfe eines der schönsten Instrumente ist, die jemals gebaut wurden. Der Klang ist samtweich, die Lieder – eine Auswahl eigener Kompositionen und Arrangements – berühren, weil sie so herrlich zu den Geschichten passen, die Nina Hoger mit ihrer warmen, glasklaren und hörbar ausgebildeten Stimme zu erzählen hat. Die renommierte Schauspielerin entführt in die Welt exzellenter Weihnachtsliteratur von Erich Kästner, Heinrich Böll, Hans Fallada, erzählt beeindruckend das Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen. Die Menschen vor der Bühne lauschen entspannt, den Worten gleichermaßen wie dieser musikalischen Mischung aus Klassik, Jazz, Folk und Pop.

Unverwechselbarer Musikstil

Eine Ohrenweide: Ulla van Daelen und ihre Harfe.

Nina Hoger, geboren 1961 in Hamburg, kommt durch ihre Eltern, von Kindesbeinen an mit der Schauspielerei in Kontakt. Ihr Filmdebüt gibt sie im Jahr 1979 in dem Fernsehfilm „Fallstudien“ an der Seite von Dieter Krebs und Monica Bleibtreu. Viele erfolgreiche Fernseh- und Kinofilme folgen, u.a. „Flucht nach vorn“ (Bundesfilmpreis), der Fünfteiler „Die Bertinis“ (1987), „Natalie – Endstation Babystrich“ (1994), „Ein Vater sieht rot“ (1996) mit Ulrich Tukur, Margarethe von Trottas Mehrteiler „Jahrestage“, „Enthüllung einer Ehe“ (2000) von Michael Verhoeven sowie in Serien wie „Freunde fürs Leben“ (1992-1994) und „Um Himmels Willen“.

Ulla van Daelen gewinnt mit zehn Jahren bereits erste Preise beim Wettbewerb Jugend musiziert. Nach Studium mit Auszeichnung folgen Stipendien, Engagements an führenden Opernhäusern und Konzertreisen in die USA und Japan. Schließlich wird sie Solo-Harfenistin des WDR-Rundfunkorchesters. In Köln hat sie Gelegenheit, mit der WDR-Big Band und Stars der Jazz-Szene zusammen zu arbeiten, erhält aber auch zahlreiche Anregungen aus der Pop-, Folk- und Weltmusik. Aus der Improvisation entwickelt Ulla van Daelen ihren unverwechselbaren Musikstil und
beginnt, ihre Eigenkompositionen zu veröffentlichen.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor