Wertschätzung und Wahrnehmung des Sports in Schwerte erhöhen

Schwerte. Sportler haben Redebedarf. Anders lässt sich die Resonanz auf das Forum Sport nicht erklären. Dimitrios Axourgos, Bürgermeisterkandidat der SPD, hatte dazu am Dienstagabend in die „Keule“ geladen, und rund 60 Menschen aus Sportvereinen und Bewegungssport anbietenden Institutionen waren dieser Einladung gefolgt. In den Mittelpunkt rückte das Verhältnis zwischen Sport und Verwaltung. Und wie es sich für eine Wahlkampfveranstaltung gehört, postulierte Dimitrios Axourgos, was das Klientel vor ihm gerne hörte: „Ich bin kein Fan von Sportstättennutzungsgebühren“.


Schwerte wieder zu einer Stadt des Sports machen

Das ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen dürfe nicht durch finanzielle Belastungen eingeschränkt werden, sagte der Kandidat, der unterstrich, dass „der Sport mein Steckenpferd ist“. Er kommt aus dem Fußball, ist in Iserlohn Vorsitzender des Sportausschusses und zudem stellvertretender Vorsitzender des dortigen Stadtsportverbandes. Seine Betrachtungen zum Sport in Schwerte will Dimitrios Axourgos unter die Frage stellen: „Wie können wir gemeinsam Schwerte wieder zu einer Stadt des Sports machen?“. Die Verbindung von Schule und Sport ist ihm in diesem Zusammenhang wichtig, der Zustand der Sportstätten ebenso. Und natürlich auch die finanzielle Ausstattung der Vereine. Die Organisation des Sports verdiene Unterstützung. „Es muss ein Umdenken geben“, sagte Dimitrios Axourgos mit Blick auf die Sportpauschale in Höhe von 4000 Euro, die die Stadt jährlich als freiwillige Leistung auszahlt – nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein im Angesicht von Anträgen, die nahezu das zehnfache Volumen umfassen. Achtung: Dieses Geld kommt nicht aus der Sportpauschale, die das Land NRW jährlich ihren Kommunen für die Instandsetzung von Sportanlagen zahlt.

Hallenzeiten ganz neu festlegen

Trotzdem: „Was in den Sport fließt, ist auch ein Zeichen von Wertschätzung“, glaubt Dirk Kienitz, Vorsitzender der SG Eintracht Ergste und setzte in seinem Redebeitrag auch auf Eigeninitiative. So plant der größte Schwerter Sportverein offenbar, die Turnhalle an der Kirchstraße in Ergste nach dem Umzug der Grundschule zum Derkmannsstück zu betreiben. Bernd Arnhold, Vorsitzender des Wirtschaftsrates im VfL Schwerte, möchte die Qualität in den Vereinen verbessern, möchte Event-Situationen herstellen, wünscht sich mehr Unterstützung durch die Politik, Rückhalt durch die Verwaltung und Solidarität im Sport. Leon Weiß, Vorstand der Holzpfosten Schwerte, wünscht sich mit Blick auf die Hallenzeiten einen fairen Verteilerschlüssel. Unterstützung fand er in Harald Rose. Er würde den Hallenbelegungsplan am liebsten ganz auf Null gestellt wissen und dann die Hallenstunden ganz neu festlegen – alles Wünsche und Ideen, die Dimitrios Axourgos mitnimmt. „Die öffentliche Wertschätzung und die Wahrnehmung des Sports muss einen hohen Stellenwert haben“.

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