Das Marktcafé hat am Samstag seinen Wunschstandort bezogen. Ob es an diesem Platz bleiben kann, ist fraglich.
Schwerte. Der Schwerter Wochenmarkt hat ein neues Gesprächsthema: den Umzug des Marktcafés von Eva-Maria Plauk auf die Wunschfläche vor der St. Viktorkirche bzw. vor dem Schuhhaus Hanna. Diesen Platz bezog das Marktcafé am Samstagmorgen, und zwar nicht in Abstimmung mit der Markthandel Schwerte GmbH, die den Wochenmarkt betreibt.
Das eigenmächtige Handeln geht zurück auf eine rechtliche Einschätzung von Eva-Maria Plauk und ihres Lebensgefährten Bernhard Holtmann, nach der Markthändler lediglich das Recht auf einen Standplatz auf dem Markt haben, nicht aber auf eine definierte Fläche. Dass alle Händler in der Regel immer wieder an derselben Stelle ihre Waren anbieten, sei eine gewachsene Angelegenheit, eine Art Gewohnheitsrecht, allerdings nicht in juristischem Sinne.
Befriedung erreicht
Vor dem Hintergrund der privaten Auseinandersetzung zwischen Elfie Holtmann und ihrem Ex-Mann Bernhard und der damit verbundenen schlechten Stimmung auf dem Markt hatte Eva-Maria Plauk mehrfach Umstellungsanträge gestellt, auf die die Markthandel Schwerte GmbH schließlich im Dezember reagiert hat und ihr eine Standfläche auf dem Kleinen Markt zugewiesen hat. In diesem Angebot sah Eva-Maria Plauk aber keine angemessene Alternative zu ihrem bisherigen Stand zwischen der Holtmann KG und Käse Rest.
Und so wurde das Marktcafé am Samstag in aller Herrgottsfrühe und unter medialer Begleitung am Wunschstandort aufgebaut. Proteste und Einwände der Markthandel GmbH fruchteten nichts, die hinzugerufene Polizei erklärte sich für nicht zuständig. Elfie Holtmann, Gesellschafterin der Markthandel Schwerte GmbH, erklärte am Samstag im Gespräch mit dem Blickwinkel, dass die Marktbetreiber alle Register gegen diesen eigenmächtigen Umzug ziehen werden. Im Standortwechsel sehen Eva-Maria Plauk und Bernhard Holtmann die von vielen Seiten gewünschte Befriedung des Marktgeschehens.