Der Vorsitzende des KuWeBe-Verwaltungsrates, Hans-Georg Winkler (l.) und Vertreter der Fraktionen (Andreas Roters, Gernot Folkers, Jörg Schindel, Mechthild Kayser und Frank Freßdorf – v.l.) präsentierten das Ergebnis.
Schwerte. Dr. Christine Mast wird die neue Chefin im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb (KuWeBe) der Stadt Schwerte. Der Verwaltungsrat des KuWeBes bestellte die 47-Jährige am Freitag in nicht öffentlicher Sitzung einstimmig zum Vorstand. Sie tritt damit die Nachfolge von Klaus Kilian an, der Ende März in den Ruhestand getreten war.
„Ich bin sicher, dass der Verwaltungsrat eine gute und richtige Wahl getroffen hat“, erklärte dessen Vorsitzender Hans-Georg Winkler in einem anschließenden Mediengespräch, das noch ohne Christine Mast über die Bühne gegangen ist. Sie soll sich der Öffentlichkeit selbst vorstellen, wenn sie voraussichtlich zum 1. August ihren Dienst in Schwerte antreten wird. Sachkenntnisse und ihre intensive Vorbereitung auf die Gespräche in Schwerte hätten sie jetzt ganz nach oben geführt.
Zwischen den Fronten zerrieben
Die Musikwissenschaftlerin war zuletzt Kulturamtsleiterin in Esslingen, geriet dort aber zwischen die Fronten der Verwaltungsspitzen. „Dazwischen wurde sie zerrieben“, erklärt Dr. Gernot Folkers (Die Grünen) im Mediengespräch und machte damit deutlich, dass es dem Verwaltungsrat nicht verborgen geblieben ist, dass Christine Mast ihren Platz dort räumen musste. Die Stuttgarter Zeitung berichtet im vergangenen Jahr von einem zerrütteten Verhältnis zu den Mitarbeitern.
Recherchen aller Parteien bei der Politik in Esslingen hätten aber das Bild ergeben, dass es jeder Mensch auf diesem Posten schwer gehabt hätte. So war ihr Vorgängerin im Amt schon nach vier Monaten wieder weg. „Wir haben schließlich Frau Mast als ehrgeizig und energisch kennengelernt. Sie ist sicherlich nicht die bequemste Lösung, aber sie ist eine vorwärtsweisende Lösung“, erklärte Gernot Folkers.
Eine „herausragende Expertin“
In dieses Horn stießen auch die anderen Parteien. „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sie eine herausragende Expertin in der kulturellen Bildung ist“, urteilte Andreas Roters (SPD). Jörg Schindel (CDU) betonte, dass „sie eine echte Chance für den KuWeBe ist“, gerade vor dem Hintergrund roter Zahlen und Liquiditätsproblemen. Man sei sicher, dass Christine Mast in der Lage sei, auch notwendige unangenehme Entscheidungen treffen zu können, erklärte Mechthild Kayser (Die Linken). „Außerdem freut es mich, dass jetzt eine Frau an der Spitze des KuWeBes sitzt“. Nicht leicht gemacht habe es sich die WfS, so Franz Freßdorf, „aber was Frau Mast heute vorgetragen hat, hat sie überzeugend rübergebracht“.
Dr. Gernot Folkers ist am Freitag zudem in das Kuratorium der Bürgerstiftung St. Viktor bestellt worden. Er vertritt dort den Verwaltungsrat des KuWeBe.

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