Einnahmesituation fürs Welttheater verbessern – Aber nicht über Eintrittsgelder

Das Weltheater der Straße bietet viel Unterhaltung. Foto: Ingo Rous/BW-Archiv 2015

Schwerte. Der Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte (KuWeBe) muss 10000 Euro kompensieren, die dem Welttheater der Straße nach dem Rückzug eines Sponsors weggebrochen sind. „Ich bin guten Mutes, dass uns das gelingen wird“, sagte KuWeBe-Chefin Dr. Christine Mast am Montag in der Sitzung des Verwaltungsrates.

Den Weg über Eintrittsgelder wird man in Schwerte aber nicht gehen. Das Kulturbüro im KuWeBe hatte eine Projektstudie in Auftrag gegeben, in der gesetzliche Vorschriften und technische Möglichkeiten unter die Lupe genommen worden sind, das Welttheater mit Eintrittsgeldern zu belegen. Das Ergebnis ist erschreckend: Das zweitägige Ereignis am letzten Wochenende im August würde Mehrkosten von 71500 Euro aufwerfen. Folglich wären die Eintrittspreise horrende. Familien zum Beispiel müssten für einen Abend 40 bis 60 Euro Eintritt bezahlen.

Catering ist ausgeschrieben

Jetzt will der KuWeBe versuchen, die Einnahmesituation über die Vergabe des Catering zu verbessern. Eine Ausschreibung dafür läuft. Gleichzeitig sollen Einsparpotenziale beim Catering für die Künstler erreicht werden. Damit hofft man, auch den Verlust der 10000 Euro wettmachen zu können. Gelingt das nicht und können keine neuen Einnahmequellen erschlossen werden, ginge das aller Voraussicht nach zu Lasten der Qualität. Schon heute steht das Welttheater mit seinem Kostenapparat von 150000 Euro scheinbar am unteren Limit. „Geben wir weniger aus, würde man das im Programm merken“, erklärte Heike Pohl, Leiterin des Kulturbüros. Doch einen Attraktivitätsverlust möchte eigentlich niemand – obwohl am Montag auch die Gretchenfrage gestellt worden ist. „Können wir uns das Welttheater leisten“, fragte CDU-Ratsherr Egon Schrezenmaier und gab die Antwort gleich mit: „Ich glaube nicht“.

Planungen laufen

Unabhängig davon laufen die Planungen für das Festival in diesem Jahr. „Es wird wieder einen Querschnitt durch alle Genres geben“, versprach Heike Pohl. Das „Theatre Fragile“ aus Berlin wird wieder Maskentheater im öffentlichen Raum zeigen. Zudem steht Heike Pohl mit dem Blaumeier-Atelier aus Bremen in Kontakt. Abschließend kann über die Besetzung des Welttheaters erst etwas gesagt werden, wenn Klarheit über das Budget herrscht.

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