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KuWeBe steckt weiter in wirtschaftlich angespannter Situation

Schwerte. Die wirtschaftliche Situation im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte bleibt angespannt. Wie schon in diesem Jahr errechnet sich auch für 2016 ein kalkulierter Jahresverlust aus der betrieblichen Tätigkeit von knapp 580000 Euro. Diese Zahl nahm der Verwaltungsrat des KuWeBes am Montag zur Kenntnis. Ebenso die gute Nachricht, dass das Kulturbüro im KuWeBe mit Dr. Eckhart von Hirschhausen und Axel Prahl zwei echte Hochkaräter für die 60. Schwerter Kleinkunstwochen verpflichten konnte.

Um es vorweg zu sagen: Die Schwerter Kleinkunstwochen unter dem Titel „Grenzgänger und Querdenker“ schlagen dem KuWeBe nicht ins Kontor. Das Kulturbüro geht fest davon aus, dass die kalkulierten Einnahmen die voraussichtlichen Kosten decken. „Die Qualität der Programm und namhafte Künstler sollten zu einer guten Platzauslastung und entsprechenden Einnahmen führen“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Verwaltungsrat.

Eine Schuldenspirale

Mit Blick auf die finanzwirtschaftliche Entwicklung stellen der KuWeBe und seine neue Chefin Dr. Christine Mast aber fest, dass „sich der Betrieb in einer so genannten Schuldenspirale befindet. Dieser Entwicklung ist zwingend gegenzusteuern. Neben eigenen Aktivitäten kann dies nur mit der Unterstützung der Stadt Schwerte erfolgen“, heißt es im Wirtschaftsplan 2016. Darüber wird gesprochen werden, doch zunächst ist der städtische Zuschuss um 6700 Euro für eine wegfallende Stelle in der Volkshochschule gesunken.

Auch in 2016 soll der prognostizierte Jahresfehlbetrag durch die Kapitalrücklage ausgeglichen werden. „Aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung ist eine Überschuldung zunächst nicht zu erwarten“, heißt es im vorgelegten Papier. So wird das Jahresergebnis ausgeglichen.

Kleinkunstwochen starten am 20. Februar

Aus der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben errechnet sich ein jahresbezogener Liquiditäts-Fehlbetrag von 305000 Euro für 2016. Für das laufende Jahr wird ein voraussichtlicher Fremdmittelbedarf für laufende Betriebsausgaben von 300000 Euro erwartet. Deshalb beschloss der Verwaltungsrat die Festsetzung des Höchstbetrags der Liquiditätskredite auf 600000 Euro. „Die Liquiditätskredite können unter den derzeitigen Bedingungen nicht zurückgezahlt werden und werden sich jährlich weiter erhöhen“, heißt es im Kapitel „Finanzwirtschaftliche Entwicklung“. Zudem „müssen Tilgungsleistungen für bestehende Investitionskredite über neue Fremdkapitalaufnahmen finanziert werden, wobei zusätzlich neue Kredite für laufende Investitionen hinzukommen“. Dr. Christine Mast versicherte aber, dass alle gemeinsam an Lösungen zur Verbesserung der Liquidität arbeiten. „Ich bin sicher, dass sich in diesen Bereichen einiges bewegen wird“, sagte sie.

Die Kleinkunstwochen beginnen am 20. Februar mit dem „Warmduscherreport Vol. 2“ von Erwin Grosche – im Foyer der Sparkasse. Alle anderen Veranstaltungen finden in der Rohrmeisterei statt:

  • 4. März: Chapertons
  • 11. März: Tina Teubner
  • 17. März: Dr. Eckhart von Hirschhausen
  • 8. April: Doble Mandoble
  • 15. April: Verleihung des Schwerter Kleinkunstpreises
  • 29. April: Helge & das Udo
  • 19. Mai: Axel Prahl & Sein Inselorchester
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