Mobiler Integration Point in Schwerte: Wichtiger Schritt zur Integration in den Arbeits – und Ausbildungsmarkt

Anna Maurer registriert einen jungen Mann aus Afghanistan. Hans-Georg Winkler (l.) und Roland Froch schauen ihr über die Schulter.

Schwerte. Die gemeinsamen Bemühungen für geflüchtete Menschen der Stadt Schwerte, des Jobcenter Kreis Unna und der Arbeitsagentur im Kreis Unna haben konkrete Formen angenommen. Am Dienstag hatten Asylbegehrende aus den Staaten Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan, Eritrea, Somalia und Nigeria die Gelegenheit, in der Schwerter Dienststelle des Jobcenters in der Hüsingstraße 2 vorzusprechen und sich arbeitsuchend zu melden. In der Zeit von 8 bis 13 Uhr haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Integration Points diese freiwillige Erfassung geleistet. Das Angebot kam an: Mehr als 60 Menschen haben sich registrieren lassen – Maschinisten, Textilarbeiter, Ökonomen, Journalisten und sogar ein Imker, berichtete Anna Maurer aus dem Jobcenter. Über den städtischen Bereich „Soziale Hilfen“ wie auch den Arbeitskreis Asyl wurden die asylsuchenden Menschen über den Termin informiert.

Wöchentliche Sprechstunden

„Zusätzlich zu dem Integration Point am Standort in Kamen sollen jetzt auch im Jobcenter in Schwerte Sprechstunden und Termine für Asylbewerber angeboten werden“, so Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, Uwe Ringelsiep. „Es ist wichtig, Flüchtlingen mit gesicherter Bleibeperspektive schnellstmöglich eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten. Diese Aktion ist ein erster Schritt dazu“, sagte der Erste Beigeordneter und Sozialdezernent Hans-Georg Winkler, der sich am Dienstag vor Ort ein Bild über die Aktion machte Roland Froch vom Jobcenter des Kreises Unna unterstrich, dass der zentrale Punkt aller Bemühungen das Erlernen der Sprache sei.

Viele Herausforderungen meistern

Die geflüchteten Menschen müssen viele Herausforderungen in einer für sie fremden Umgebung meistern. Durch den schnellen Kontakt, die unmittelbare Weiterleitung im `Integration Point´ und die direkten Absprachen zwischen den Experten kann manche Hürde schneller genommen werden, um die Weichen in Richtung Arbeit oder Ausbildung erfolgreich zu stellen. „Nach der Einrichtung der Integration Points geht es jetzt auch um erste Erfahrungen der geflüchteten Menschen auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Dafür brauchen wir noch mehr Angebote aus den Unternehmen. Die Integrationsarbeit steht nunmehr im Fokus – wir werden die interessierten  Arbeitgeber schnell und unbürokratisch bedienen und den geflüchteten Menschen damit eine Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt bieten können – sei es in Form eines Praktikums, einer Qualifizierung oder einer Vermittlung in eine versicherungspflichtige Tätigkeit“, so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm.

Arbeitgeber, die Flüchtlinge in ihrem Betrieb beschäftigen wollen, können sich gern an den Arbeitgeberservice  wenden:

Agentur für Arbeit Hamm                                Jobcenter Kreis Unna

Hotline: 0800 4 5555 20                                   Hotline: 02303 273747

Uwe Ringelsiep, Thomas Helm, Chef der Agentur für Arbeit in Hamm, und Hans Georg Winklerbeschreiben die Zusammenarbeit der Behörden im Integration Point als das erfolgreiche Konzept kurzer Wege und schneller Absprachen. Es gehe darum, den Weg in Arbeit und Ausbildung schnell zu eröffnen, wenn die Voraussetzungen vorliegen.

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