Silberstreif am Horizont: Stadt prüft Rückgabemöglichkeiten von Turnhallen an den Sport

Hans-Georg Winkler, Erster Beigeordneter der Stadt Schwerte, überbrachte die Grußworte der Stadt Schwerte an den Sport.

Schwerte. Der Schwerter Sport sieht einen Silberstreif am Horizont. Denn die Hallensituation könnte sich bald schon ein Stück weit entspannen. Derzeit prüft die Stadt Schwerte in Absprache mit der Politik, dem Stadtsportverband und dem AK Asyl die Rückgabe von Hallen an den Schul- und Vereinssport. Das berichtete Hans-Georg Winkler, Erster Beigeordneter der Stadt Schwerte, am Montagabend auf der Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes, wo er das Grußwort der Stadt Schwerte sprach.

In Schwerte werden weiterhin Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgehalten. Die Halle der Reichshofschule in Westhofen, die der Heideschule und die kleine Halle am Bohlgarten hat aber bislang noch nicht ein einziger Flüchtling betreten. Auch die Sporthalle am Stadtpark steht leer, nachdem das Land das Betreiben einer Notunterkunft an dieser Stelle aufgegeben und die Halle an die Stadt Schwerte zurückgegeben hat. Die Zahl der Zuweisung von Flüchtlingen ist sehr überschaubar geworden. 24 sind im Januar noch gekommen, seitdem sind die ankommenden Flüchtlinge erst einmal auf die großen Städte im Land verteilt worden, weil diese im vergangenen Jahr zu wenig Flüchtlinge aufgenommen hatten.

Welche Halle nun als erste zurückgegeben wird, sagte Hans-Georg Winkler nicht. Diese Entscheidung werde am Ende einer Prüfung stehen. „Schulsport muss aber wieder möglich sein“, unterstrich der Erste Beigeordnete. Und: Sukzessive wolle man die Situation für den Sport verbessern. Gleichwohl wisse niemand, wie sich die Flüchtlingssituation entwickeln werde. „Ab Mitte April müssen wir wieder mit Flüchtlingen rechnen“, so Hans-Georg Winkler. „Deshalb brauchen wir weiterhin Ihre Solidarität“, betonte er in Richtung der anwesenden Delegierten aus den Sportvereinen.

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Comments

  • Stefan Wagner 12. April 2016 at 22:30

    Seit einem halben Jahr hört man jeden Monat, dass man wieder mit Flüchtlingen rechnen muss.
    Wo sind sie denn? Die belegten Notunterkünfte sind schon lange nicht mehr voll ausgelastet, und eine neue Unterkunft in der Binnerheide mit 40 Plätzen in Betrieb genommen. Was gibt es da noch zu überlegen?
    Der Bürgermeister und Herr Winkler sollen endlich ihre Fehler eingestehen und die Hallen wieder freigeben.
    Und das schnellstens!!

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  • Jan Schmid 12. April 2016 at 9:37

    Die allermeisten Kommunen in NRW kommen inzwischen gänzlich ohne die Belegung von Turnhallen aus:
    http://www1.wdr.de/nachrichten/fluechtlinge/fluechtlinge-karte-102.html
    Interessanterweise hat Schwerte bei der Befragung des WDR leider nur inkomplette Angaben gemacht: Es sind zwar nur drei Turnhallen mit Flüchtlingen belegt, insgesamt wurden im vorauseilenden Gehorsam 7(sieben!) Turnhallen zwangsenteignet und umgebaut, wovon 4(vier!) nicht für Flüchtlinge genutzt werden. Wäre da nicht der prophylaktische Umbau von 1-2 Hallen ausreichenden gewesen ? Darf man denn erfahren, was der vollkommen unnötige Umbau und nun auch noch Rückbau inklusive Ausfallzeiten für Sportvereine und Unterrichtsausfall für die Schulkinder den schwerter Steuerzahler gekostet hat ? Wird wenigstens unter den aktuellen Gesichtspunkten das Bauprojekt am Gänsewinkel neu bewertet oder muss hier nach Fertigstellung auch der Rückbau erfolgen?

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