„Stimmen im Licht“: A-Capella vom Feinsten in der Johanniskirche

Das Dortmunder Vokalensemble „Sounding People“ sang sich in die Herzen des Publikums. Foto: Christel R. Radix

Christel R. Radix

Ergste. Eine rappelvolle Kirche, in der sogar der letzte Platz besetzt war, und einige Besucher mit Stehplätzen vorlieb nehmen mussten, der Altarraum zur Bühne umgebaut, zwei A-Capella-Chöre, die temperamentvoll, hin- und mitreißend das Kirchenschiff mit ihrem Gesang füllten – das war die Veranstaltung „Stimmen im Licht“ am Sonntagabend in der Johanniskirche in Ergste.

„Uns gibt es erst seit 2015. Das ist eigentlich unser erstes Konzert“, sagte eine Choristin des Vokalensembles „Sounding People“, die angesichts der ausverkauften Kirche freudig überrascht war. Überrascht war auch Tontechniker Lukas Flock, der gemeinsam mit Andreas Burghardt das Unternehmen für Veranstaltungstechnik „Mainmix“ betreibt und das Format „Stimmen im Licht“ zum vierten Mal in der Ergster Kirche organisierte: „So voll war es noch nie.“

„Sounding People“, unter der künstlerischen Leitung von Indra Tedjasukmana, ein international renommierter und vielfach ausgezeichneter Beatboxer, beeindruckte durch eine Mischung aus Groove und Sound, die unter die Haut und in die Beine ging. Stimmgewaltig und druckvoll trug das 16-köpfige Vokalensemble einen Mix aus Cover- und Eigenkompositionen vor.

Wahre Salven von Applaus für Sounding People

„Wir sind eine Amateurband, deren Hobby das Singen ist“, sagte Indra Tedjasukmana. Doch von amateurhaft keine Spur. Mit großer Perfektion, ausgefeilten Arrangements, die sie aus aktueller Pop-Musik bedienen, die kraftvollen Stimmen, einer Summe aus Sopran, Alt, Bass, Tenor und dem Beatboxer Tedjasukmana, der die Perkussionsrhythmen virtuos imitierte, verzauberte Sounding People das Publikum.

Lautstärke wurde vom Publikum geregelt. Foto: Christel R. Radix

Ein schöner und witziger Einfall war auch, ein Mischpult-Nachbau und zwei Zuschauer auf die Bühne zu holen, die bei der Interpretation des Songs „Mirror“ von Justin Timberlake, die Lautstärke der einzelnen Stimmen regelten. Da zeigten die Choristen einmal mehr, was sie drauf haben.

Das Vokalensemble erntete für jeden ihrer Songs wahre Salven von Applaus und eroberte mit der Universalsprache Singen und Musik die Herzen des Publikums im Sturm. Die Gäste waren hellauf begeistert und entließen Sounding People nicht ohne Zugaben.

Experience: stimmgewaltig – energiegeladen – gefühlvoll

Hellauf begeistert zeigte sich auch das Publikum von dem Auftritt der holländischen Vocal Band Experience, die die Veranstaltung „Stimmen im Licht“ eröffneten. Die A-Capella-Band verstärkt ihre Stimmen mit Effektgeräte wie Greifer, Octaver und Verzerrung. Stimmgewaltig und zum richtigen Zeitpunkt die technischen Effekte nutzend, erfüllte der Chor mit einem Repertoire, dass Versionen von den Wise Guys, einer energiegeladenen Interpretation des Songs „Enter Sandman“ von Metallica oder bis hin zum gefühlvoll vorgetragenen „Brothers in arms“ von den Dire Straits, das Ergster Kirchenschiff. Mit einer Zugabe für den donnernden Applaus nach jedem Vortrag und nicht enden wollender Beifall zum Schluss, bedankte sich die sympathische Truppe.

Die holländische Vocal Band Experience erhielt donnernden Applaus. Foto: Christel R. Radix

 

„Wir nehmen das Konzert auf Video auf“, verriet Lukas Flock. Also, wer „Stimmen im Licht“ mit Experience und Sounding People verpasst hat, kann sich das Konzert von diesem Abend bei youtube, facebook oder bei www.eventparkett.de anschauen. Es lohnt sich.

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Comments

  • Karl Fuchs 21. März 2016 at 22:23

    Ein tolles Konzert?
    Insbesondere die Solo-Sänger und Sängerinnen von Sounding People begeisterten. Wird sicherlich nicht das letzte Konzert dieser jungen und erfrischenden a-capella Gruppe sein, welches ich besucht habe?

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