Schwerte. Scharf kritisierend setzen sich Ilka Heiner und Bernd Kirchbrücher mit dem Ausscheiden von Heike Pohl aus dem Kultur- und Weiterbildungtsbetrieb auseinander. Die beiden kennen sich aus in Schwerte, standen lange Jahre an der Spitze der Lokalredaktion der mittlerweile in Schwerte eingestellten Westfälischen Rundschau. Sie bemängeln, dass Strukturen nach außen und innen konzeptlos Stück für Stück zerschlagen werden. In der gemeinsamen Stellungnahme heißt es:
>> Es reicht!
Mit Heike Pohl hat die dritte von fünf Einrichtungsleiter(inne)n den Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte verlassen. Musikschulleiterin Brigitte Bleser und VHS-Leiter Jochen Born, beide ebenso geschätzt wie kompetent, wurden erst in die Resignation und dann in den zuletzt wohl dankbar akzeptierten Ruhestand geschoben. Jetzt schmeißt eine Frau ihren erklärten Traumjob hin, die für die Schwerter Kultur brennt und die die Unterzeichner in über 25-jähriger starker Zusammenarbeit als kommunikative, kompetente und leidenschaftliche Fachfrau kennen und schätzen gelernt haben. Und dies, obwohl ihr zum Schluss die Arbeit fast über den Kopf wuchs: Nur dem Rotstift verpflichtet roden Vorstand und Politik Mittel und Mitarbeiter(innen) rund um die Kultur bis zur Schmerzgrenze.
Das allein wäre schon genug, aber inzwischen gleicht der Wuckenhof ja einer Wagenburg. Mit den zerschnittenen Tischtüchern rings um den KuWeBe-Vorstand könnte man einen Wäscheladen aufmachen. Strukturen nach außen und innen wurden und werden völlig konzeptlos Stück für Stück zerschlagen, Kultur und Weiterbildung nehmen seit Monaten Schaden.
Und eine Etage höher? Schweigen und Geraune. Der Verwaltungsrat, der ja auch ein Aufsichtsrat sein sollte mit Verantwortung für Mitarbeitende und Sache, verharrt in Schafsgeduld und Schockstarre. Der Chef im Ring aber, sonst von höchstem Kontrollwillen getrieben, bekommt vor lauter „Hände in Unschuld waschen“ den Hahn nicht mehr zu. Ist das Desinteresse oder die schiere Angst, öffentlich eingestehen zu müssen, dass man – wohl wieder nur das Sparen im Kopf – sehenden Auges einen kapitalen Fehler gemacht hat?
Öffentliches Schweigen und ein bisschen Kompetenzschnippelei hinter den Kulissen reichen nun nicht mehr aus. Jetzt müssen die Aufsichtsgremien und die Politik endlich mal aus dem Busch kommen. Andrea Hosang von den Grünen hat da einen Anfang gemacht.
Wie gesagt: Es reicht. Was gedenken jetzt der Verwaltungsrat und sein Vorsitzender Hans-Georg Winkler, Bürgermeister Böckelühr und unsere gewählten Vertreter(innen) im Rat der Stadt Schwerte zu tun? Wann werden sie endlich ihrer Fürsorgepflicht für Kultur und Weiterbildung und die Mitarbeitenden auf allen Ebenen gerecht?
Ach ja: Und wann gibt es eigentlich ein öffentliches und großes Dankeschön für Heike? <<














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