Schwerte. Brücken, Bebauungspläne und eine Wohnmobilhafen waren Themen, mit denen sich der Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt (AISU) auf seiner Sitzung am Dienstag beschäftigte. Stadtplaner Adrian Mork hatte den Ausschussmitgliedern sogar ein „Pralinchen“mitgebracht.
Wohnmobilhafen: Entscheidung vertagt
Denn als es um den von der CDU gewünschten Wohnmobilhafen am Ende Parkfläche „Im Reiche des Wassers“ ging, hatte die SPD gerade ihre Bedenken gegen den Verlust von wertvollen Parkplätzen geäußert, als Adrian Mork einen Plan aus der Tasche zog, der sogar 41 neue Parkplätze im Reiche des Wassers vorsieht. Denn der Wohnmobilhafen mit seinen fünf Stellplätzen soll nun ganz im hinteren Teil des Platzes auf der noch begrünten Fläche seinen Standort finden, davor findet sich Platz für die neuen Stellflächen. Weil sich die SPD erst in die neue Thematik einarbeiten möchte, wird eine Entscheidung erst in der nächsten Sitzung fallen. Ohnehin können Mittel für das Projekt erst 2017 in den Haushalt gestellt werden.
In dieses „U“ am Ende das Parkplatzes im Reiche des Wassers sollen die Stellplätze für einen Wohnmobilhafen gebaut werden.
Neue Brücke am Kirschbaumsweg
Die Tage der Brücke oben am Kirschbaumsweg im Übergang zur Messingstraße sind gezählt. Sie muss neu gebaut werden, weil eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Bauwerks teurer kommen würde. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Dabei sitzt auch die Bahn im Boot. Sie möchte eine höhere Brücke, um den Schienenverkehr darunter reibungsloser abwickeln zu können. Thomas Keuthen (WfS) regte an, die Straßenbrücke durch eine Rad- und Gehwegbrücke zu ersetzen, rief damit aber Proteste hervor. Die Feuerwehr brauche kurze Wege, bemerkte Egon Schrezenmaier (CDU). Man könne nicht einen ganzen Stadtteil abbinden, befand Herbert Dieckmann (CDU). Der Verkehr drücke sich damit vermehrt auf die Hörder Straße, sagte Heinz Haggeney (SPD) – was auch den Plänen zur Luftreinhaltung an dieser Stelle widerliefe. Auch Stadtplaner Adrian Mork unterstrich, an dieser Stelle nicht auf eine Straßenbrücke verzichten zu können. Allerdings drängt die Zeit. Von 2021 an ist diese Brücke nicht mehr nutzbar.
Neue Pläne für das Winkelstück
Der Bebauungsplan „Am Winkelstück“ ist tot, es lebe der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Wohnen am Winkelstück“. Der neue Plan sieht an derselben Stelle, aber auf einer kleineren Fläche die Bebauung mit fünf Wohnhäusern in zweigeschossiger Bauweise vor. Das passt zu den Ergebnissen der Ortsteilentwicklungsplanung aus den Jahren 2001/02, dieses Terrain einer wohnbaulichen Entwicklung zuzuführen. Zeitgleich entschied sich der Ausschuss, das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans „Am Winkelstück“ zu beenden.
Warnung vor Grundwasserstau
Die von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) geplante Klimaschutzsiedlung an der Lohbachstraße geht voran. Der AISU stimmte am Dienstag dem Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu; er wurde als Satzung beschlossen. Im Rahmen der Offenlegung hat es keine Stellungnahmen von Privatpersonen gegeben. Behörden und Träger öffentlicher Belange haben sich geäußert, ebenso Thomas Keuthen am Dienstag im Ausschuss. Er machte darauf aufmerksam, dass nach seinen Informationen der Grundwasserspiegel in diesem Bereich um 30 Zentimeter höher liege als die Lohbachstraße und warnte vor einem Grundwasserstau. Keuthen wurde gebeten, zu diesem Thema Kontakt mit der GWG aufzunehmen.
