Vorfreude auf den Umbau eines stadthistorischen Gebäudes: Tobias Bäcker, Dr. Christine Mast, Martina Horstendahl und Ulrich Halbach (v.l.) vor der Alten Marktschänke.
Schwerte. Die Alte Marktschänke erfährt im neuen Ensemble mit der St. Viktorkirche, dem alten Rathaus und dem neuen Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde eine neue, stadthistorisch aufgewertete Bedeutung. Das berichteten am Dienstag Dr. Christine Mast, Tobias Bäcker und Ulrich Halbach, allesamt Vorstandmitglieder der Bürgerstiftung St. Viktor. Mit am Tisch saß zudem die Stiftungsbeauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Martina Horstendahl. „Wenn jetzt Weihnachten wäre, würde ich sagen, wir überbringen eine große Freude“, sagt Christine Mast, neue Leiterin im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte.
Älter und wertvoller
Das Gebäude ist älter und wertvoller als bisher gedacht, hat ein Gutachten ergeben. Der Kernbau geht ins Jahr 1736 zurück, ist also schon 279 Jahre alt. Es muss stärker als bisher unter Aspekten des Denkmalschutzes betrachtet werden. Die neuen Erkenntnisse werden Auswirkungen haben auf den geplanten Erlebnisort im alten Rathaus. Denn das großräumige Obergeschoss des Rathauses und das kleinteilige Obergeschoss der Marktschänke sollen nun im Erlebnisort zusammengefasst werden.
Prozess der Projektentwicklung
Die Kirchengemeinde, die ursprünglich die Räume im Obergeschoss der Marktschänke nutzen wollte, wird andere Räume innerhalb des Ensembles in Anspruch nehmen können. An der geplanten Gastronomie wird festgehalten, allerdings wird sie etwas kleiner ausfallen. Das alles wird jetzt in einem Prozess der Projektentwicklung konkret erfasst. Förderer wie die NRW-Stiftung, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Städtebauförderung sind über die anstehenden Veränderungen informiert.
Verstärktes Engagement
„Wir erhoffen uns jetzt ein verstärktes Engagement“ dieser Förderer, erklärte Tobias Bäcker, der schon positive Signale empfangen hat. Die genauen Kosten ließen sich aber erst nach Abschluss der Planungen darstellen. „Mehrkosten sind für uns aber kein Horror“, unterstrich Tobias Bäcker. „Wo, wenn nicht hier im Herzen der Stadt, lohnt es sich, Geld zu investieren?“ Immerhin erfahre das Haus emotional, historisch und faktisch eine Wertsteigerung.


